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Sebastian Vettel: "Nicht immer das gezeigt, was ich kann"

Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel erklärt, weshalb er seine Saison 2019 derart kritisch sieht und sagt auch, was sich aus seiner Sicht für 2020 ändern muss

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Sebastian Vettel: "Nicht immer das gezeigt, was ich kann"

"Es gibt Dinge, die kann ich besser machen. Das weiß ich." So selbstkritisch wie nach der Formel-1-Saison 2019 hat sich Sebastian Vettel selten gezeigt. Doch nach WM-Rang fünf und der Niederlage im teaminternen Duell gegen Ferrari-Rookie Charles Leclerc sieht er viel Verbesserungsbedarf an sich selbst. Seine weitere Karriereplanung aber will er davon nicht beeindrucken lassen.

Auf die Frage, ob er schon Pläne über die Formel-1-Saison 2020 hinaus habe, sagte Vettel humorvoll: "Urlaub! Ich glaube, ich bin sogar schon nächstes Jahr im Urlaub. Ich habe nämlich gehört, dass ich aufhören werde. Keine Ahnung, wer das in die Welt gesetzt hat, aber er oder sie weiß mehr als ich." Erneut dementierte der viermalige Weltmeister also alle Rücktrittsgerüchte.

Wahr ist aber, dass sich Vettel 2019 nicht in der bestechenden Form vergangener Tage präsentiert hat. Deshalb habe er sich nach dem Abu-Dhabi-Grand-Prix auch deutlich geäußert. "Ich war einfach nur ehrlich", sagt der Deutsche. "Ich hatte nicht den Eindruck, dass ich immer gezeigt hatte, was ich zu leisten vermag. Ich bin schon lange genug dabei und ehrlich genug, um das einzuräumen."

Vettel will 2020 "Kleinigkeiten" besser machen

Woran es genau gemangelt habe, das sagt Vettel nicht konkret. Nur: "Hier und da hätte ich besser sein müssen. Ich hatte ein paar Fehler, die ich nicht hätte machen sollen. Kleinigkeiten. Ich weiß, es gibt Dinge, die ich besser machen kann. Damit werde ich mich beschäftigen und versuchen, 2020 besser zu sein."

All das sei "keine Raketenwissenschaft", betont Vettel. Er müsse zum Beispiel nicht seinen Fahrstil komplett verändern. "Der Teufel", so meint er, "steckt wie immer im Detail. Es geht um kleine Anpassungen, nichts Großes."

Das sei allerdings nichts Besonderes nach einer Rennsaison, sondern zähle zu den üblichen Aufgaben eines Rennfahrers: Schritt zu halten mit den aktuellen Entwicklungen. "Natürlich mache ich nicht alles so wie noch vor zehn Jahren", erklärt Vettel. "Ich habe mich weiterentwickelt, zum Besseren, wie ich finde. Doch es gibt immer etwas, das du noch besser machen kannst."

Falsche Taktik am Rennwochenende?

Was ihm dabei helfen könnte? "Weniger Interviews", sagt Vettel, grinst und verweist auf Ferrari-Pressesprecherin Silvia Hoffer-Frangipane. Etwas ernsthafter fügt er hinzu: "Das ist Stoff für Verhandlungen im nächsten Jahr, bevor andere Verhandlungen anstehen." Und diese "anderen" Verhandlungen werden sich dann natürlich um 2021 drehen.

Vor der nahen Zukunft aber beschäftigt sich Vettel nochmals intensiv mit der jüngeren Vergangenheit, konkret mit seinem eigenen Abschneiden, aber auch mit der Leistung des Teams. "Unterm Strich", sagt Vettel, "waren wir als Team nicht so konkurrenzfähig wie gewünscht."

"Das erste halbe Jahr haben wir im Prinzip damit verbracht, ein Verständnis davon aufzubauen, wo es uns an Leistung fehlt. Außerdem haben wir in dieser Zeit versucht, klare Antworten zu finden, was das Auto braucht", so der Ferrari-Pilot. Was er rückblickend anders machen würde? "Manchmal hätten wir uns mehr auf die tagesaktuelle Leistung konzentrieren können."

Mit Bildmaterial von LAT.

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