Sebastian Vettel selbstkritisch: "Solche Fehler werden bestraft"

Sebastian Vettel schmiss ein mögliches Punkteergebnis in Silverstone durch einen Fahrfehler weg, Teamkollege Lance Stroll brillierte hingegen als Chartstürmer

Sebastian Vettel selbstkritisch: "Solche Fehler werden bestraft"

Sebastian Vettel erlebte in Silverstone einen Rennsonntag zum Vergessen. Von Platz acht aus und mit einer guten Ausgangsposition ins Rennen gegangen, schmiss der Heppenheimer mögliche Punkte durch einen Fehler nach dem Restart weg. In aussichtsloser Position musste der viermalige Weltmeister schließlich mit einem Kühlerproblem aufgeben.

"Das Wochenende sah wirklich vielversprechend aus und ohne all die Probleme wäre ich locker in den Punkten gelandet", sagt Vettel. Das erste Problem war jedoch hausgemacht und ereignete sich fast unmittelbar nach dem zweiten Start, der auf die Rennunterbrechung nach Max Verstappens Unfall folgte.

Vettel befand sich im Zweikampf mit Fernando Alonso. Der Spanier setzte sich in Luffield außen neben den Aston Martin, um in Richtung Woodcote und Copse mehr Schwung mitnehmen zu können. Doch das war gar nicht nötig, denn unmittelbar nach der Luffield-Kurve drehte sich Vettel ohne gegnerische Einwirkung weg.

Vettel sauer: Nach dem Fehler war das Rennen gelaufen

"Ich war Seite an Seite und er kam von außen. Ich wollte einen guten Ausgang kriegen, damit ich vorne bleibe, habe dann aber die Hinterräder verloren und mich gedreht. Das ist natürlich ein Fehler, der hart bestraft wird in der ersten Runde und damit war unser Rennen gelaufen", stellt ein enttäuschter Vettel, der bis auf den letzten Platz zurückfiel, fest.

Die beiden Haas-Piloten Nikita Masepin und Mick Schumacher konnte Vettel zwar noch überholen, mehr war aber nicht mehr drin. In Runde 40 musste er seinen Boliden dann mit einem Kühlungsproblem in der Box abstellen.

Für Vettel setzte sich damit ein besorgniserregender Trend im Rennen fort. Nach drei Punkteresultaten in Folge zwischen Monaco und Le Castellet blieb der Heppenheimer nun dreimal nacheinander ohne Zählbares. Besonders bitter: in diesem Zeitraum landete sein Teamkollege Lance Stroll zweimal auf Rang acht, so auch in Silverstone.

Stroll bejubelt "Durchbruch" im Rennen

Der Kanadier flog im Vergleich zum Sprintergebnis um sechs Plätze nach vorne und war damit gemeinsam mit Yuki Tsunoda im AlphaTauri der Chartstürmer des Rennens. Mit vier Punkten endete Strolls Wochenende damit äußerst versöhnlich, nachdem er im Qualifying am Freitag nur auf dem 15. Platz gelandet war und auch im Sprint nur unwesentlich Boden gutmachen konnte.

"Wir haben daran gearbeitet, die richtige Balance für das Auto zu finden und im Rennen hatten wir einen Durchbruch. Der Dank gilt dem Team und dem Einsatz, den sie gezeigt haben", stellt der 22-Jährige zufrieden fest.

Der Schlüssel zu dem starken Ergebnis seien zwei starke Starts vor und nach der roten Flagge gewesen, erklärt Stroll. Ein Blick auf die Daten bestätigt dies. Nach dem ersten Start ging es für ihn um drei Plätze nach vorne - einer bedingt durch Verstappens Aus -, nach dem zweiten Start folgten drei weitere Positionen, von denen eine durch Vettels Dreher zustande kam.

Stroll im Rennen konstanter als Vettel

Somit befand sich Stroll nach der Anfangsphase bereits auf Platz acht und hielt diesen bis zum Rennende. Die meiste Zeit des Rennens befand er sich direkt hinter Alonso, doch Stroll fand keinen Weg vorbei. "Die Strategien waren für das gesamte Feld ziemlich ähnlich, weshalb das Überholen schwierig war. Aber diese guten Starts haben die Grundlage für ein gutes Rennen gelegt", sagt Stroll.

Szafnauer zeigte sich enttäuscht, das Heimrennen des Teams nur mit vier Punkten abgeschlossen zu haben, lobte aber die "super Fahrt" von Stroll.

Damit stellte Stroll erneut seine Konstanz in den Rennen unter Beweis. Bereits zum sechsten Mal in zehn Rennen kam er in die Punkte. Vettel schaffte dies erst dreimal, darunter jedoch die Ausreißer nach oben mit Rang zwei in Baku und Platz fünf in Monaco. Deshalb hat Vettel in der WM-Wertung mit 30 Punkten auch noch die Nase vorne. Stroll steht bei 18 Zählern.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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