Sebastian Vettel: Schwierige Ferrari-Jahre haben "was mit mir gemacht"

Sebastian Vettel blickt zwiegespalten auf seine letzten Jahre bei Ferrari zurück - Die Zeit sei "schwierig" gewesen, für seine eigene Entwicklung aber auch "sehr wichtig"

Sebastian Vettel: Schwierige Ferrari-Jahre haben "was mit mir gemacht"
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Am Ende der Formel-1-Saison 2022 trat Sebastian Vettel mit vier WM-Titeln und 53 Siegen als einer der erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten aus der Königsklasse zurück. Einen großen Wunsch konnte er sich allerdings nie erfüllen: den Titel mit Ferrari.

Im Gegenteil: Aus dem Ferrari-Traum wurde gegen Ende seiner Zeit in Maranello eher ein Albtraum. Hatte er 2017 und 2018 noch um den WM-Titel gekämpft, waren die Jahre 2019 und 2020 "im Nachhinein schwierig", erinnert sich Vettel selbst bei 'Sky' zurück.

Nach zwei Vizemeisterschaften in Folge bekam Vettel 2019 mit Charles Leclerc einen neuen Teamkollegen, der in der WM auf Anhieb vor im landete. Zudem war die Scuderia trotz eines überlegenen Motors nicht in der Lage, um den Titel mitzukämpfen.

Warum es Leclerc leichter hatte

Im Hinblick auf seinen Traum vom Titel in Rot wurde Vettel klar: "Irgendwie ist dieses Ziel doch in die Ferne gerückt und wir sind nicht so nah dran, wie wir wollen." Das zu realisieren, "das hat schon was mit mir gemacht", gesteht der viermalige Weltmeister.

Sein neuer Teamkollege habe diesen Druck dagegen nicht gehabt. "Dem war das alles egal, der wollte einfach nur fahren. Und ein fünfter Platz oder ein zweiter Platz war natürlich viel besser als der zwölfte oder der achte mit Sauber [im Jahr] davor", erklärt er.

Noch schlimmer wurde es 2020. Anfang der Saison gab Ferrari zunächst die Trennung von Vettel am Ende des Jahres bekannt, der SF1000 erwies sich als nicht konkurrenzfähig und er selbst erlebte mit WM-Rang 13 die schlechteste Saison seiner Karriere.

Auch Aston-Martin-Jahre "sehr wichtig"

"Das ist nicht ganz an mir vorbeigegangen, deswegen waren die Jahre für mich selber nicht einfach", gesteht der Deutsche heute mit etwas Abstand, betont aber auch, dass diese Saisons "was meine Entwicklung angeht sehr wichtig" gewesen seien.

Anschließend wechselte er zu Aston Martin, und auch seine beiden Jahre dort bereut er nicht. Die seien nämlich "auch nochmal für mich als Fahrer [...] sehr wichtig" gewesen, so Vettel, der in seinen zwei Aston-Martin-Saisons häufig nur im hinteren Mittelfeld fuhr.

Sein größter Erfolg war in dieser Zeit ein zweiter Platz in Baku 2021 - zugleich Vettels letzter Podestplatz in der Formel 1. Sein Nachfolger bei Aston Martin heißt 2023 Fernando Alonso. Also ausgerechnet der Fahrer, den Vettel 2015 einst bei Ferrari ersetzte ...

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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