Alonso warnt trotz P4 am Freitag: "... der landet nicht in den Punkten"

Warum Alpine beim Heimrennen in Frankreich mit Fernando Alonso eine bessere Figur abgibt als zuletzt bei den Formel-1-Stadtrennen in Monaco und in Baku

Alonso warnt trotz P4 am Freitag: "... der landet nicht in den Punkten"

Zwei Autos in den Top 6, Fernando Alonso auf P4: Alpine hat beim Trainingsauftakt zum Frankreich-Grand-Prix 2021 in Le Castellet (alle Sessions hier im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!) mit schnellen Runden geglänzt. Teamchef Marcin Budkowski spricht deshalb bei 'Sky' von einem "sehr guten Tag".

"Wir dürfen ziemlich zufrieden sein", meint auch Alonso. Man habe am Vormittag "Verschiedenes" getestet und am Nachmittag "viele Kilometer" abgespult. "Und bisher sehen wir recht konkurrenzfähig aus", so der Ex-Champion. "Das Auto fühlte sich gut an."

Auch Esteban Ocon klingt nach P6 zufrieden, wenn er sagt: "Das Training heute war ordentlich. Wir stehen für den Moment wieder in den Top 10, aber das Wochenende hat gerade erst begonnen." Immerhin: "Im Moment sieht es gut aus. Die Pace des Autos war ziemlich stark, aber es gibt noch ein paar Bereiche, in denen wir besser sein können."

Zumindest sei das Auto schön zu fahren gewesen und auch die Longrun-Pace habe gestimmt. Das stimmt den Franzosen ziemlich optimistisch. "Es ist recht solide, und wir sind recht zufrieden mit dem Freitag. Aber morgen zählt es."

Doch woher kommt der Speed des A521, der Alonso 0,468 Sekunden hinter Red-Bull-Fahrer Max Verstappen die Linie kreuzen ließ? Budkowski schiebt es vorrangig auf die Rennstrecke und meint, es sei "gut", wieder auf einer permanenten Rennbahn zu fahren. "Das liegt uns mehr als die Innenstadt-Kurse", so sagt er.

Tatsächlich hatte sich Alpine zuletzt in Monaco und Baku deutlich schwerer getan als davor in Portimao und Barcelona. Deshalb hatte sich Alonso bereits vor dem Training in Le Castellet einiges ausgerechnet für das Heimrennen seines Teams.

Warum Budkowski zuversichtlich nach vorne blickt

Und Budkowski betont: Alpine sei am Circuit Paul Ricard wirklich gut aufgestellt. "Wir haben für beide Autos ein gutes Set-up gefunden. Und jetzt schauen wir einmal, wo wir morgen damit stehen. Ich denke aber, wir sind konkurrenzfähig", erklärt er.

Ob Alpine mit etwas weniger Benzin an Bord ein paar "Vorstandsrunden" gedreht haben könnte, das ist unklar. Speziell Alonso aber fuhr auf der harten Pirelli-Reifenmischung recht achtbare Long-runs, was die Aussagen Budkowskis stützt, wonach die Abstimmung des A521 grundsätzlich stimmig sei.

Vorrangig beschäftigt sich Alpine jetzt allerdings nicht mit der Renndistanz, sondern mit dem Qualifying. Denn bislang ist es dem Team nur beim Spanien-Grand-Prix gelungen, mit beiden Autos aus den Top 10 zu starten. In Le Castellet strebt Budkowski eine Wiederholung an: "Das Ziel ist Q3."

Und dafür muss alles passen, weiß man im Team. "Wer im Mittelfeld nicht alles optimiert und einen perfekten Samstag und Sonntag hat, der landet nicht in den Punkten", betont Alonso. "Wir wissen, dass wir noch Arbeit vor uns haben."

Ocon beschädigt den Unterboden im Training

P4 für Alonso und P6 für Esteban Ocon im Freitagstraining können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es kein ganz reibungsloser Auftakt war für Alpine: Ocon nämlich hat sich beim Überfahren der Randsteine das Auto demoliert. Budkowski spricht von "Schäden am Unterboden", die dabei entstanden seien. "Darum müssen wir uns über Nacht kümmern."

Generell seien die "Tracklimits" in Le Castellet wieder kontrovers zu diskutieren, meint er: "Wenn es diese Randsteine nicht gibt, dann nutzt man natürlich den Platz. Wenn sie da sind, fängt man sich eben Schäden ein. Das macht es schwierig. Die FIA hat Beschwerden gekriegt, wie ich weiß. Einen Kompromiss zu finden, das dürfte aber schwierig werden."

"Unterm Strich", sagt Budkowski, "ist es aber dein persönliches Problem, wenn du dir das Auto über den Randsteinen beschädigst. Und das gilt für alle."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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