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Seidl warnt McLaren-Fahrer: Legt euch nicht mit mir an!

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Seidl warnt McLaren-Fahrer: Legt euch nicht mit mir an!
Autor:
Co-Autor: Christian Nimmervoll

Ein teaminterner Crash zwischen Lando Norris und Carlos Sainz wäre für Andreas Seidl ein absolutes No-Go: "Würde es als persönliche Attacke auf mich ansehen"

Während sich die beiden McLaren-Fahrer Lando Norris und Carlos Sainz im ersten Spielberg-Rennen der Formel 1 noch ein heißes teaminternes Duell lieferten, trafen sie auch eine Woche später wieder aufeinander. Nur diesmal ging der Platztausch anders vonstatten: Sainz ließ Norris per Teamorder widerstandslos vorbei.

Sie komme bei McLaren aber nur dann zum Einsatz, wenn die Situation es erfordert, erklärt Andreas Seidl: "Als Team greifen wir nicht ein, solange es kein klaren Grund dafür gibt, dass Positionen getauscht werden sollten, zum Beispiel weil beide auf unterschiedlichen Strategien unterwegs sind oder einer deutlich schneller ist."

Im Normalfall dürfen Norris und Sainz also frei fahren. Doch dafür gibt es klare Verhaltensregeln. Gebot Nummer eins: "Es darf keinen Kontakt zwischen den Autos von McLaren geben", hält Teamchef Seidl fest. "Aber ich bin natürlich nicht naiv. Ich weiß, was passieren kann, wenn wir ihnen erlauben, frei zu fahren."

"Zum Kontakt sollte es nicht kommen und ich habe großes Vertrauen in beide Jungs", betont der Deutsche. "Aber es kann natürlich passieren. Da reicht schon ein Blick in die vergangenen 30 Jahre dieses Sports. Wann immer ein Team freies Racing erlaubt hat, endete es in einem Crash. Ich hoffe, wir können das vermeiden."

Sollte es trotz aller Warnungen doch einmal dazu kommen, stellt Seidl klar: "Dann würde ich das sehr persönlich nehmen." Zwar räumt der Teamchef seinen Fahrern auch die Freiheit ein, Fehler zu machen. "Sonst können sie nicht am Limit performen", sagt er. Einen teaminternen Clash dürfe es aber unter keinen Umständen geben.

"Es muss auch immer klar sein: Wir sind alle hier für McLaren und für das Team. Das höchste Gut, das wir haben, ist das Team", bekräftigt Seidl. "Sobald das Ego eines Fahrers dem Interesse des Teams im Weg steht, würde ich das persönlich nehmen. Ich würde es als persönliche Attacke ansehen. Dann müssten wir weiterschauen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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