Sergio Perez: Ausfälle haben meine Saison "ruiniert"

Sergio Perez trauert den verlorenen Punkten nach seinen drei Ausfällen in der ersten Saisonhälfte 2022 hinterher, die seine Formel-1-WM-Chancen beeinträchtigt haben

Sergio Perez: Ausfälle haben meine Saison "ruiniert"
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Sergio Perez glaubt immer noch, dass im Formel-1-Titelkampf nach der Sommerpause "alles offen" ist, obwohl einige Ausfälle seine bisherige Saison "zunichte" gemacht haben.

Perez holte beim Großen Preis von Monaco im Mai seinen zweiten Sieg für Red Bull und rückte damit bis auf 15 Punkte an seinen Teamkollegen Max Verstappen an der Spitze der Meisterschaft heran, doch seitdem hat sich das Schicksal der beiden in unterschiedliche Richtungen entwickelt.

Während Verstappen vier der sechs Rennen seit Monaco gewinnen konnte, hat Perez im gleichen Zeitraum nur zwei zweite Plätze vorzuweisen, sowie Ausfälle in Kanada und Österreich.

Perez optimistisch: "Ohne meine DNFs sähe WM ganz anders aus"

Dadurch ist der Abstand zwischen den beiden Red-Bull-Piloten vor den letzten neun Rennen nach der Sommerpause auf 85 Punkte angewachsen, weshalb Perez den Ausfällen hinterhertrauert. Bereits beim Saisonauftakt in Bahrain sah er die Zielflagge nicht.

"Es ist immer noch eine sehr lange Saison", sagte Perez vor dem Großen Preis von Ungarn. "Was mir in der ersten Saisonhälfte wirklich zu schaffen gemacht hat, waren die DNFs, um ehrlich zu sein. Ohne diese sähe meine Meisterschaft ganz anders aus als jetzt. Aber insgesamt denke ich, dass ich aus dieser Saisonhälfte viel Positives mitnehmen kann."

Perez wurde in Bahrain durch ein Problem mit der Benzinpumpe außer Gefecht gesetzt, bevor ein Getriebeproblem ihn Mitte Juni in Kanada zur Aufgabe zwang. In Österreich wurde Perez nach einem Zusammenstoß mit George Russell in der ersten Runde aus dem Rennen geworfen, wobei Russell für die Kollision eine Zeitstrafe erhielt.

Zwar haben Perez diese Zwischenfälle einige Punkte gekostet, doch bei der Konkurrenz lief es auch nicht viel besser. Sein Teamkollege Verstappen schied in Bahrain und Australien jeweils auf dem zweiten Platz aus, während Ferrari-Pilot Charles Leclerc gleich dreimal in Führung liegend die Segel vorzeitig streichen musste. Sein Ferrari-Teamkollege Carlos Sainz schied sogar schon viermal aus.

Perez mit seiner Leistung 2022 zufrieden

Auch wenn die Ausfälle Perez' Meisterschaftshoffnungen geschadet haben, scheint er 2022 mit dem Red Bull-Auto einen Schritt nach vorne gemacht zu haben, nachdem er 2021 mit dem unruhigen RB16B-Auto zu kämpfen hatte.

Die guten Leistungen des Mexikaners veranlassten Red Bull, ihm einen neuen Zweijahresvertrag bis Ende 2024 zu geben, den er kurz vor seinem Sieg in Monaco unterzeichnete. Auf die Frage, wie er seine bisherige Saison im Vergleich zu früheren Kampagnen bewerten würde, meinte Perez, sie sei "ziemlich weit oben".

"Ich denke, es war eine sehr gute erste Saisonhälfte, sehr komplett, mit guten Rennen, guten Ergebnissen und natürlich guter Konstanz", so Perez. "Ich denke, wir haben es geschafft, und in der Meisterschaft ist noch alles offen."

Perez warnt vor Ferrari: "Alles noch offen"

Red Bull geht mit 97 Punkten Vorsprung auf Ferrari in der Konstrukteurswertung in die zweite Saisonhälfte, doch Perez warnt davor, selbstzufrieden zu werden, denn "alles ist noch sehr offen".

"Wir müssen weiter Druck machen", sagt er. "Ferrari war in den letzten paar Rennen etwas schneller als wir, also müssen wir einfach weiter hart pushen. Es kann alles passieren."

"Ich denke, dass die Saison nach der Pause sehr schnell beginnen wird, also werden wir nach drei oder vier Rennen nach der Sommerpause sehen, wo wir stehen. Hoffentlich gelingt es mir bis dahin, den Rückstand aufzuholen", hofft der Mexikaner.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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