Sergio Perez gegen Valtteri Bottas: Klare Ansage von Jolyon Palmer
Experte Jolyon Palmer kritisiert Sergio Perez für die Kollision mit Valtteri Bottas in China - Für Formel-1-Neuling Cadillac gehe es nur darum, ins Ziel zu kommen
Sergio Perez hätte in China fast beide Cadillacs ins Aus geschossen
Foto: LAT Images
Beim Großen Preis von China 2026 brachte das neue Cadillac-Team erstmals beide Autos bei einem Formel-1-Rennen ins Ziel. Um ein Haar wäre dieser Plan aber bereits nach wenigen Metern gescheitert, denn unmittelbar nach dem Start kam es zu einer Berührung zwischen Sergio Perez und Valtteri Bottas.
"Das ist so dumm. Und dumm ist noch milde ausgedrückt", kritisiert Experte Jolyon Palmer die Aktion von Perez bei F1 TV. Er erklärt: "Cadillac will einfach nur das Rennen zu Ende fahren. Warum also versucht ein Fahrer, der als Letzter startet, dieses gewagte Manöver?"
"Das war alles meine Schuld", gestand Perez selbst nach dem Rennen. Doch laut Palmer hätte es gar nicht erst zu dieser Situation kommen dürfen. Perez hätte wissen müssen, dass Bottas keinen Platz gehabt habe. "Um ihn herum waren auch andere Autos", so der ehemalige Formel-1-Pilot.
Cadillac sei letztendlich "glimpflich davongekommen", weil beide Autos weiterfahren konnten. "Aber ich finde, das war wirklich, wirklich keine gute Fahrweise von Checo", so Palmer. Auch Perez selbst habe Glück gehabt, dass bei der Aktion kein Auto ausgeschieden sei.
Andernfalls wäre man beim Team wirklich sauer gewesen, glaubt Palmer. Er betont: "Nicht jeder muss es wie Carlos [Sainz] und Fernando Alonso machen und schon in der ersten Runde in die Top 10 fahren. Ich weiß, dass sie alle versuchen, etwas Besonderes zu leisten."
"Aber Cadillac braucht Kilometer", erinnert er und erklärt, dass Cadillac sowieso das langsamste Team sei. "Wenn man also das Auto beschädigt - selbst wenn es nur der Frontflügel ist -, verliert man Daten darüber, was der unbeschädigte Frontflügel leisten kann", so Palmer.
Weil es selbst mit einem guten Start nicht viel zu gewinnen gebe, sollte man laut Palmer auf solche Manöver verzichten. "Betrachtet es einfach als Trainingssession", rät er Perez und dem Team - übrigens ganz unabhängig davon, dass bei der Aktion in China das andere Auto der Teamkollege war.
"Auch wenn es nicht sein Teamkollege wäre, wäre das immer noch keine gute Fahrweise. Es ist nur noch schlimmer, weil es sein Teamkollege ist", kritisiert Palmer. Bottas und Perez beendeten das Rennen in China schließlich auf den Positionen 13 und 15.
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