Sergio Perez: Regen verhindert mögliche erste Formel-1-Pole

Sergio Perez schien in Austin auf Kurs zu seiner ersten Pole zu sein, als Regen seinen letzten Sektor beeinflusste und es nur zu Rang drei reichte

Sergio Perez: Regen verhindert mögliche erste Formel-1-Pole

Beinahe hätte Sergio Perez die Sensation geschafft und sich die Poleposition zum Formel-1-Rennen in Austin geholt - es wäre seine erste gewesen. Der Red-Bull-Pilot lag nach den ersten Q3-Versuchen noch knapp vorne, doch am Ende musste er sich mit Rang drei hinter Teamkollege Max Verstappen und Mercedes-Pilot Lewis Hamilton begnügen.

Dabei wäre für "Checo" vielleicht sogar die Poleposition drin gewesen. Doch einsetzender Regen verhinderte womöglich Platz eins des Mexikaners. "Ich war das letzte Auto auf der Strecke. Ich hatte das Gefühl, dass es mich etwas gekostet hat, vor allem in den Kurven 13 und 15", beschreibt er sein Qualifying.

Bis dahin war Perez auf Bestzeitkurs, doch während Verstappen seine Zeit im dritten Sektor annähernd halten konnte, verlor Perez auf seine eigene Zeit zwei Zehntelsekunden. Selbst Lewis Hamilton, der im ersten Versuch deutlich langsamer im Schlusssektor war, war auf Augenhöhe mit Perez und blieb so um 15 Tausendstelsekunden vorne.

Ob es wirklich am einsetzenden Regen lag, dass er um 0,224 Sekunden unterlag, vermag Perez nicht zu beurteilen, aber "vielleicht fehlt dann etwas das Vertrauen, wenn man weiß, dass es etwas nass ist. Ich hatte das Gefühl, dass ich etwas Zeit verloren habe", sagt er.

 

Das war für Perez schade: "Ich war auf einer ziemlich guten Runde. Schon in Kurve 1 habe ich einige Zehntel gefunden, aber ich konnte das nicht ganz halten", hadert er. "Ich dachte, dass es mein Tag werden könnte, aber leider konnte ich es am Ende nicht zusammenbringen, als es darauf ankam."

Trotzdem weiß er, dass Red Bull morgen im Rennen eine gute Ausgangsposition hat. WM-Kandidat Max Verstappen steht auf Pole, und mit Perez hat das Team noch ein zweites Ass im Ärmel gegen Lewis Hamilton.

Das wird auch seine Aufgabe morgen im Rennen sein: "Dem Teamkollegen helfen", wie Teamchef Christian Horner betont. "Wir wollen zwei Meisterschaften holen: einmal für die Fahrer und einmal für die Konstrukteure. Wir haben nun eine Möglichkeit, ein paar Punkte in der Konstrukteurswertung gutzumachen." Denn: Valtteri Bottas bekommt fünf Startplätze Strafe und ist erst einmal weiter hinten.

Perez selbst hat sich derweil sein eigenes Ziel gesteckt: "Alle Möglichkeiten optimieren. Es liegt ein langes Rennen vor uns. Hoffentlich können wir dem Team ein 1-2 bringen", sagt er.

Teamchef Horner gibt sich optimistisch: "Im Rennen ist Checo gut. Sein Problem war das Qualifying in diesem Jahr. Aber jetzt weiß man, dass er voll dabei ist."

Die gute Performance dürfte dem Mexikaner zumindest erst einmal Selbstvertrauen bringen. "Das zeigt, wie hart wir hinter den Kulissen arbeiten, um das Auto in den Griff zu bekommen", sagt er.

"Wir hatten nicht das Jahr, das wir uns erhofft hatten. Die Anpassung hat länger gedauert als erwartet. Aber wir haben unentwegt Gas gegeben und können den Fortschritt sehen. Ich erwarte, dass es nur noch besser wird."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Wie Haas-Teamchef Steiner seinen Fahrer Nikita Masepin verteidigt
Vorheriger Artikel

Wie Haas-Teamchef Steiner seinen Fahrer Nikita Masepin verteidigt

Nächster Artikel

Hamilton und Mercedes hadern: "Haben es übers Wochenende hergegeben"

Hamilton und Mercedes hadern: "Haben es übers Wochenende hergegeben"
Kommentare laden