Marko über Perez-Aus in Q1: "Eine Lehre für die Zukunft"

Red-Bull-Pilot Sergio Perez scheidet im Qualifying zum Grand Prix der Niederlande in Zandvoort bereits in Q1 aus - Er beschwert sich über die Konkurrenz

Marko über Perez-Aus in Q1: "Eine Lehre für die Zukunft"

Für Sergio Perez ist das Qualifying zum Grand Prix der Niederlande bereits nach Q1 vorbei. Der Mexikaner verpasst seinen letzten schnellen Versuch um wenige Sekunden, er reiht sich daher am Sonntag nur auf Startplatz 16 ein. Um 0,041 Sekunden verpasst er den Einzug ins zweite Segment. Red Bull übt sich in Selbstkritik.

"Das Timing", meint Helmut Marko bei 'ServusTV' auf das Problem bei Perez angesprochen, habe nicht gestimmt. Der Red-Bull-Motorsportkonsulent kritisiert: "Die sind zum Schluss alle derartig langsam in die letzten Kurven gegangen. Er ist nicht mehr rausgekommen."

 
 

Bereits zum zweiten Mal in Serie hat der Mexikaner seinen letzten Versuch um wenige Sekunden verpasst, weil er es nicht mehr rechtzeitig über Start-Ziel geschafft hat. Das Problem kostete ihn bereits in Ungarn wertvolle Startplätze.

Marko gesteht: "Man hätte ihn früher hinausschicken müssen. Es hat zuerst so ausgesehen, als würde es sich ausgehen. Wir wollten natürlich einen Reifensatz einsparen und wir haben schon am Vormittag gesehen, dass wenn es sich staut beim Rausfahren, dass es sich dann nicht [ausgeht]."

Nachsatz: "Das ist eine Lehre für die Zukunft, vor allem auf einer Strecke, die so kurz ist." Und er kündigt an: Red Bull werde das Malheur nutzen und "so viele Teile wie möglich" am RB16B von Perez wechseln, wohl vor allem einen neue Honda-Motor einbauen. "Damit wir den Schaden sozusagen minimieren und für die restliche Saison keine Strafeversetzungen mehr haben."

"Ich bin sehr enttäuscht heute, weil wir ein so fantastisches Auto hatten", schildert Perez selbst am 'Sky'-Mikrofon. "Wir hatten alles [in der Hand] und haben sehr starke Fortschritte gemacht. Wir hatten großes Potenzial heute. Uns haben nur ein paar Dinge nicht in die Karten gespielt."

Zunächst sei er zu Beginn des Zeittrainings mit "ein bisschen zu viel Sprit" auf die Strecke gegangen. Danach war sich das Team zu sicher, dass seine Zeit für Q2 reichen würde. Er lag nach dem ersten Versuch auf dem Soft-Reifen sieben Zehntel hinter Teamkollegen Max Verstappen lange Zeit auf P6.

Immer noch auf dem achten Rang liegend verließ er als letztes Fahrzeug die Boxengasse für seinen zweiten Versuch, vor ihm fädelten sich die beiden Mercedes- und die beiden Haas-Piloten auf. "Die Leute haben in der Boxengasse viel Abstand gelassen", beschwert er sich im Nachhinein.

Dadurch hatte er nur noch rund eineinhalb Minuten Zeit für seine Outlap - nicht genug. "Ich habe [meinen letzten Versuch] dann um ein paar Sekunden verpasst." Durch die hohe Evolution der Strecke konnte sich die Konkurrenz teils stark verbessern und vor Perez einreihen.

Der Red-Bull-Pilot purzelte dadurch ins Q1-Aus. "Er hat beim Rausfahren aus der Box viel Zeit verloren. Und dann fand er keine gute Lücke im Verkehr", gibt Teamchef Christian Horner zu. "Im Nachhinein betrachtet hätten wir ihn wahrscheinlich etwas früher rausschicken sollen."

Zum ersten Mal in dieser Saison scheidet Perez bereits in Q1 aus. Im internen Quali-Duell hat Teamkollege Verstappen mit seiner Zandvoort-Pole auf 12:1 gestellt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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