Sergio Perez träumt beim 200. Formel-1-Grand-Prix vom Podium

Sergio Perez feiert an diesem Wochenende Jubiläum und wünscht sich ein Podest zum 200. Grand Prix - Weltmeistertitel bleibt das ultimative Ziel

Sergio Perez träumt beim 200. Formel-1-Grand-Prix vom Podium

Für Sergio Perez ist der anstehende Grand Prix in Spielberg ein besonderer. Denn: Es ist sein 200. Rennen in der Formel 1. Einen Wunsch für sein Jubiläumsrennen hat der Mexikaner auch: Er möchte sich das Podium holen, das er am vergangenen Wochenende an gleicher Stelle nur knapp verpasst hat. "Das ist das Hauptziel", stellt er klar.

Zwölfmal ist ihm in seiner bisherigen Karriere schon der Sprung unter die ersten Drei gelungen - angefangen mit dem Rennen in Malaysia 2012, als er hinter Fernando Alonso sensationell Zweiter wurde. Mehr als neun Jahre sind seitdem vergangen. Und aus dem damaligen Jungspund wurde ein gestandener Formel-1-Pilot.

Auf seine 199 bisherigen Rennen blickt der Red-Bull-Pilot gerne zurück. "Wenn du in dieser Blase des Sports bist, dann stehst du manchmal so unter Druck und bist so fokussiert, dass es dein ganzes Leben einnimmt. Und wenn du dann zurückschaust, dann bist du schon elf Jahre hier und hast alles gegeben. Du hast einen sehr wichtigen Teil deines Lebens hier verbracht", sagt er.

Wenn er auf die Vergangenheit zurückschaut, empfindet Perez vor allem eines: Stolz. "Ich hatte bis hierhin eine tolle Karriere. Was auch immer jetzt kommt, ist großartig. Aber wenn ich meine Karriere heute beenden würde, dann wäre ich stolz", so der zweimalige Grand-Prix-Sieger.

"Du siehst nicht, wie dein Leben vorbeizieht"

Denn er hatte es in seiner Karriere nicht immer leicht. Als er 2011 mit Sauber in die Formel 1 kam, wusste er, dass viele Fahrer in der Formel 1 vielleicht ein, zwei oder drei Jahre bleiben und dann verschwinden. "So schwierig ist es hier", sagt er. "In meiner ganzen Karriere wusste ich nie, ob ich eine Saison zu Ende fahren kann - einfach aufgrund von Sponsoren oder schlechten Ergebnissen."

So sei es auch in der Formel 1 gewesen. "Ich wusste, dass ich schnell Resultate liefern muss - sonst muss ich nach Hause", so der Mexikaner.

Sergio Perez (Sauber) in seiner ersten Formel-1-Saison 2011 für Sauber

Als Jungspund begann Sergio Perez 2011 seine Formel-1-Karriere bei Sauber

Foto: Sutton

Seinem Ich von vor 200 Rennen würde er sagen, dass er seine Zeit in der Formel 1 genießen und auf jegliche Weise wachsen wird. "Ich würde ihm sagen, dass er sich keine Sorgen machen muss, eine tolle Karriere haben wird und dass alles gut wird", meint Perez.

"Wenn ich nicht meine Kinder hätte, würde ich denken, dass die Zeit gar nicht vergangen ist", meint er weiter. "In der Formel 1 zu sein, ist wie in einem Raum zu sein. Du siehst nicht, wie dein Leben vorbeizieht. Ich bin mit nichts gekommen, und jetzt habe ich eine tolle Familie und eine großartige Karriere."

Weltmeistertitel bleibt das Ziel

Doch auch wenn er sich jetzt schon mit Stolz verabschieden könnte, hat er für die Zukunft noch Ziele: "Ich möchte irgendwann Formel-1-Weltmeister werden", stellt er klar. "Ich habe die Möglichkeit, mit einem Team zu wachsen. Ich bin in meiner besten Phase, bin sehr zufrieden mit meinem Leben und möchte diesen letzten Schritt erreichen. Das ist mein ultimatives Ziel."

Sergio Perez, Red Bull Racing RB16B

Sergio Perez, Red Bull Racing RB16B

Foto: Zak Mauger / Motorsport Images

Und das treibe ihn mehr an als alles andere. "Ich habe heute dieses Projekt, das mich jeden Morgen beim Aufstehen enorm motiviert. Solange das so ist, werde ich auch weitermachen", sagt er. "Aber an dem Tag, an dem ich keinen Spaß mehr habe, werde ich aufhören."

Das kann aber noch dauern. "Ich bin immer noch jung", sagt der 31-Jährige. "Ich genieße es noch wie bei meinem ersten Rennen. Ich möchte nicht sagen, dass ich noch weitere 200 Rennen machen möchte, aber definitiv möchte ich noch weitermachen und hoffentlich weitere 100 dazukommen lassen."

Perez zufrieden, aber: "Ist nicht genug"

In Spielberg baut er aber erst einmal weiter daran, sich im Team einzufinden. Mit zwei Podestplätzen in acht Rennen kann Perez noch nicht zufrieden sein, vor allem da er Teamkollege Max Verstappen noch deutlich hinterherhinkt.

"Ich denke, alle in diesem Geschäft wissen, wie gut Max ist. Er liefert seit dem ersten Training auf einem sehr hohen Niveau ab. Aber ich habe mich mehr auf meine Seite konzentriert und versucht, mich voll und ganz an die Dinge zu gewöhnen", sagt er. "Ja, es war einfach eine ganz andere Welt als die, die ich gewohnt war."

Doch auch wenn die Verbindung noch nicht ganz klappt, ist er überzeugt davon, dass es schon recht bald besser wird: "Ich denke, wir sehen jedes einzelne Wochenende eine gute Verbesserung. Ich sehe keinen Grund, warum wir in den nächsten fünf Rennen nicht noch besser werden können, um zum Beispiel einen weiteren Schritt zu machen", so Perez.

"Ich bin zufrieden mit meiner bisherigen Entwicklung, mit dem Level, auf dem ich abliefere. Aber offensichtlich ist das nicht genug und das weiß ich genau."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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