Set-up-Fehler: Darum hatte George Russell keine Chance gegen Antonelli
George Russell verlor erneut das Duell gegen Teamkollege Antonelli, allerdings war er aufgrund eines Set-up-Patzers von Mercedes stark gehandicapt
George Russell konnte seinem Teamkollegen nur zur Pole gratulieren
Foto: LAT Images
Nach China musste sich George Russell im Qualifying von Japan (Formel 1 2026 live im Ticker) erneut seinem jungen Teamkollegen Andrea Kimi Antonelli geschlagen geben, doch für den WM-Führenden war der zweite Startplatz am Ende Schadensbegrenzung, nachdem eine Set-up-Änderung von Mercedes nach hinten losgegangen war.
"Wir haben kurz vor dem Qualifying eine Set-up-Anpassung vorgenommen, und das Auto fühlte sich einfach nicht mehr so an wie das ganze Wochenende über", schildert Russell nach der Session.
Laut Motorsportchef Toto Wolff wollte Mercedes etwas mehr Spielraum bei den Flügeleinstellungen haben und verstellte die mechanische Balance daher nach hinten. "Und das war zu viel", gibt der Österreicher gegenüber Sky zu. "Plötzlich war das Auto, wie man in Englisch sagt, on the nose, also sehr übersteuernd und das konnten wir nicht sanieren."
Das wurde schon beim ersten Run in Q1 deutlich, nach dem Russell mit sechs Zehntelsekunden Rückstand nur auf Rang sieben lag. Das Problem sei laut ihm vor allem in den Esses im ersten Sektor aufgetreten. "Ich konnte die Kurven überhaupt nicht attackieren. Das Heck hat die ganze Zeit versucht auszubrechen", schildert er.
Sein Team hatte zunächst hohe Reifentemperaturen im Verdacht, wie ihm sein Ingenieur mitteilte, doch mit der Erklärung war Russell nicht zufrieden und vermutete eine andere Ursache. Zu dem Zeitpunkt war sich Russell nicht sicher, ob es daher am Ende für eine gute Platzierung reichen würde, doch mit Anpassungen am Frontflügel wurde es etwas besser.
Am Ende reichte es dann doch noch zu Rang zwei hinter Antonelli, mit drei Zehntelsekunden Rückstand. "Ich bin froh, wieder in dieser Position zu sein", sagt der Brite angesichts der Umstände.
Damit hat der WM-Spitzenreiter für das Rennen am Sonntag eine gute Startposition, allerdings dürfte es für ihn im Kampf um den Sieg gegen Antonelli schwierig werden, da Mercedes sein Set-up natürlich aufgrund des Parc-ferme-Reglements nicht mehr ändern darf.
"Ich glaube, dass er definitiv einen Nachteil haben wird auf der Hinterachse", meint Wolff, "aber ja, die Fehler passieren."
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