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Formel 1
Sicherheitsdiskussion in der Formel 1: „Schockierende“ Bilder bei Halo-Präsentation
Am Freitag bekamen die Formel-1-Fahrer bei einer Präsentation des Sicherheitssystems Halo einige „schockierende“ Bilder zu sehen. Kommende Woche werden die Teams die Einführung des Cockitschutzes diskutieren.

Petra Wiesmayer
Bearbeitet: 23.07.2016, 11:01
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Die Präsentation wurde von Renndirektor Charlie Whiting, dem Sicherheitsbeauftragten der FIA, Laurent Mekies, und Sicherheitsberater Andy Mellor durchgeführt. Gegenstand der Präsentation waren unter anderem Unfälle in der Formel 1, GP2 und GP3, die auch zeigten, wie Halo hätte schützen können.
Sie beantworteten Fragen der Fahrer zu verschiedenen Arten von Unfällen und diskutierten auch mögliche Sichtprobleme, die die Fahrer besonders auf Strecken wie Spa beeinträchtigen könnten.
Außerdem wurden Aufnahmen der Aeroscreen-Tests von Red Bull gezeigt und die FIA erklärte, wieso sie Halo bevorzugt.
Quellen zufolge waren die Fahrer von der Präsentation sehr beeindruckt, die Meinungen über Halo gehen trotzdem auseinander. So betonen einige, dass offene Cockpits Teil der DNS des Sports seien.
„Die Bilder, die sie uns gezeigt haben, sind ziemlich schockierend“, sagte Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz nach der Präsentation. „Man kann sehen, wie [Halo] funktioniert und wie viele Leben es hätte retten können.“
Zum Thema:
- Bildergalerie Halo
- Fotostrecke: Das ist Halo
- Eine Gegenstimme reicht: Formel 1 2017 doch ohne Cockpitschutz Halo?
- Silverstone: Ferrari-Pilot Sebastian Vettel testet Halo 2
„Auch wenn wir es hassen und wissen, dass es nicht der DNS unseres Spots entspricht, ist es doch sinnvoll“, sagte der Spanier weiter. „Es ist so, als ob dein Vater dir sagt, dass etwas falsch ist. Du weißt, dass er recht hat, willst es aber nicht zugeben.“
Teamkollege Daniil Kvyat meinte, die Argumente für Halo seien wirklich überzeugend gewesen, aber: „Sie haben uns Beispiele gezeigt, wenn ein Rad sich löst, oder wenn man dieses oder jenes tut. Natürlich kann man die Formel 1 total steril und sicher machen, die Frage ist aber, wo man stoppen sollte.“
Bildergalerie: Grand Prix von Ungarn
„Ich weiß nicht, ob wir die Grenze erreicht haben, oder ob Halo vielleicht schon ein Schritt zu viel ist. Ich spiele hier vielleicht mit dem Teufel und habe es schon oft gesagt, dass ich weiß, das es mein letzter Arbeitstag sein könnte, wenn ich an die Rennstrecke komme“, betonte der Russe.
„Ich versuche nicht, ein Held zu sein, aber wir fahren schließlich auch für andere Leute und die Formel 1 ist eine Show. Deswegen ist sie so populär.“
Sainz meinte, es sei klar, dass Halo Leben retten könne, „ästhetisch mag es aber niemand, also müssen wir gegeneinander abwägen, was es wert ist, in fünf oder zehn Jahren ein Leben zu retten gegenüber dem, wie schlimm die Auswirkungen für die Formel 1 sind.“
„Ich denke, dass die Abstimmung bald beginnt und jeder dafür oder dagegen stimmen wird. Die FIA wird aber alles tun, um ein Teil einzuführen, das in vielen Situationen recht gut funktioniert.“
Kommende Woche wird sich die Strategiegruppe bei ihrem Treffen mit dem Thema Halo und dessen potentieller Einführung 2017 auseinandersetzen.
Sollten die Teams der Gruppe einstimmig für dafür stimmen, liegt die endgültige Entscheidung bei der Formel-1-Kommission, die ebenfalls einstimmig ausfallen müsste.
Sollte die Komission dagegen stimmen, könnte es jedoch trotzdem passieren, dass die FIA Halo aus Sicherheitsgründen durchsetzt.
Mit Informationen von Adam Cooper
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