Sieben Monate nach Feuerunfall: Grosjean bekommt Mercedes-Testfahrt

Romain Grosjean bekommt einen würdigen Abschluss seiner Formel-1-Karriere - Testfahrt im 2019er-Mercedes am 29. Juni in Le Castellet

Sieben Monate nach Feuerunfall: Grosjean bekommt Mercedes-Testfahrt

Sieben Monate nach seinem schweren Feuerunfall beim Großen Preis von Bahrain kehrt Romain Grosjean ins Formel-1-Cockpit zurück. Wie der Mercedes-Rennstall mitteilte, wird der Franzose am 29. Juni auf der Rennstrecke in Le Castellet den 2019er-Boliden testen. Zudem wird einige Tage zuvor am Rande des Frankreich-GPs an selber Stelle Demonstrationsrunden in dem Fahrzeug bestreiten.

"Ich bin so aufgeregt, wieder in ein Formel-1-Auto zurückzukehren", sagt der 35-Jährige: "Es wird eine besondere Gelegenheit und eine einzigartige Erfahrung für mich sein, einen Weltmeister-Mercedes zu fahren."

Grosjean war beim Bahrain-Rennen am 29. November schwer verunglückt. Sein Bolide durchschlug mit hoher Geschwindigkeit die Leitplanke und ging sofort in Flammen auf. Der Haas-Pilot konnte sich jedoch aus eigener Kraft aus dem Wrack befreien und kam mit Verbrennungen an den Händen davon.

Würdiger Abschluss der Formel-1-Karriere

Für Grosjean war es ein unschönes Ende seiner Formel-1-Karriere, aufgrund seiner Verletzungen verpasste er die letzten beiden Saisonrennen. Schon zuvor war verkündet worden, dass Grosjean keinen neuen Vertrag bei Haas für 2021 bekommt. Schon unmittelbar nach Grosjeans Unfall hatte Mercedes dem Franzosen angeboten, eine Testfahrt in einem Mercedes zu absolvieren, um seine Laufbahn in der Königsklasse würdig zu beenden.

"Ich bin Mercedes und Toto [Wolff] sehr dankbar für die Gelegenheit. Das erste Mal hörte ich davon, einen Mercedes zu fahren, als ich in Bahrain im Krankenhaus lag und Toto über die Medien die Einladung an mich überbrachte. Das hat mich unheimlich gefreut", sagt Grosjean. Eine Testfahrt auf seiner Heimstrecke sei "so besonders. Ich kann es nicht erwarten, anzukommen", sagt er.

Bereits im März war Grosjean in der Mercedes-Fabrik in Brackley zur Sitzanpassung und für Simulatorarbeiten vor Ort. Inzwischen ist Grosjean in der IndyCar-Serie unterwegs und bestreitet dort alle Rennen mit Ausnahme der Veranstaltungen auf Ovalkursen.

"Wir sind sehr glücklich, Romain mit dieser besonderen Gelegenheit unterstützen zu können", sagt Wolff: "Die erste Idee kam, als es so aussah, dass Romain seine Karriere in der Formel 1 beenden wird. Und wir wollten nicht, dass dieser Unfall der letzte Moment für ihn in einem Formel-1-Auto ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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