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Silverstone-Chef: "Enttäuscht", wenn bis Grand Prix kein neuer Vertrag

Silverstone-Chef Stuart Pringle hofft, dass die Formel 1 auch über 2019 hinaus in Silverstone bleiben wird - Kann man sich noch vor dem Grand Prix 2019 einigen?

Silverstone-Chef: "Enttäuscht", wenn bis Grand Prix kein neuer Vertrag

Noch immer steht die Zukunft von Silverstone in den Sternen. Ursprünglich hatte die Traditionsstrecke in England einen Formel-1-Vertrag bis 2026 unterzeichnet. Doch weil das Rennen unter diesen Voraussetzungen finanziell nicht mehr zu stemmen war, aktivierte man im vergangenen Jahr eine Ausstiegsklausel. Stand jetzt ist das Rennen in einer Woche der vorerst letzte Grand Prix in Silverstone.

"Ich bin überrascht und enttäuscht, dass es noch nicht geklärt ist", erklärt Silverstone-Chef Stuart Pringle gegenüber 'Autocar' und ergänzt: "Ich möchte nicht, dass 130.000 Menschen zum Großbritannien-GP 2019 kommen und nicht wissen, ob es noch einen weiteren geben wird." Er hofft darauf, dass man eine Lösung finden wird - am liebsten noch innerhalb der nächsten Woche.

"Ich wäre sehr enttäuscht, wenn wir vor dem oder beim Event dieses Jahr nichts verkünden können", so Pringle. Klar ist aber auch, dass Silverstone nicht unter jeden Umständen einen neuen Vertrag unterschreiben wird. "Wir können ohne die Formel 1 überleben", stellt Pringle klar und erklärt: "Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal - denn wir kennen die Konsequenzen eines schlechten Deals."

Einen Vertrag, der Silverstone finanziell ruinieren würde, wird man definitiv nicht unterzeichnen. Pringle hofft daher, mit anderen Dingen punkten zu können. "Wir zahlen nicht so viel wie Timbuktu", erklärt er mit einem Augenzwinkern im Hinblick auf die neuen Formel-1-Strecken an etwas exotischeren Orten, die seit vielen Jahren aus dem Boden sprießen und eine Menge Geld für die Königsklasse zahlen.

Stuart Pringle

Stuart Pringle wird nicht unter allen Umständen einen Vertrag unterschreiben

Foto: LAT

"Aber Timbuktu hat nicht so eine Fanbasis, die Jahr für Jahr [zum Rennen] auftaucht und Geld bezahlt - egal, ob es regnet oder die Sonne scheint, oder ob es einen britischen Weltmeister gibt oder nicht", erklärt Pringle, der hofft, dass die Formel 1 den Wert erkennt, den Silverstone hat. Denn klar ist auch, dass man die Königsklasse nur sehr ungern verlieren würde.

Pringle selbst glaubt weiterhin an den Wert der Formel 1 für Silverstone und Großbritannien. Lewis Hamilton werde noch zwei oder drei Jahre fahren, und danach stehe die neue Generation mit Lando Norris, George Russell und Co. bereits in den Startlöchern. Und auch vom eigenen Geschäftsmodell ist Pringle überzeugt. Auf staatliche Subventionen möchte er nicht angewiesen sein.

"Wir haben das in der Türkei, Indien und Malaysia gesehen - und sie stehen nicht mehr im Kalender", erinnert er. Subventionen sind für ihn daher "Unsinn". Das Geld für den Grand Prix aus der eigenen Tasche zu zahlen sei "eine Stärke und keine Schwäche". Langfristig gesehen mag Pringle damit recht haben. Kurzfristig könnte es aber dazu führen, dass es 2020 erstmals seit 1986 keinen GP in Silverstone geben wird.

Mit Bildmaterial von Sutton.

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Urheber Ruben Zimmermann