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Silverstone hat sich gegen Formel-1-Rennen in London abgesichert

Bei der Vertragsverlängerung von Silverstone ging es nicht nur um finanzielle Aspekte - Das Traditionsrennen sicherte sich auch gegen einen London-Grand-Prix ab

Silverstone hat sich gegen Formel-1-Rennen in London abgesichert

Bereits bevor Silverstone in dieser Woche einen neuen Vertrag unterzeichnete, stellte Streckenchef Stuart Pringle klar, dass man dort alles andere als begeistert von dem Plan ist, in London ein zweites Formel-1-Rennen in Großbritannien zu etablieren. Zwar existiert der zweite Grand Prix bislang lediglich als grobe Idee. Ein Thema bei den jüngsten Vertragsverhandlungen war er aber trotzdem.

"Natürlich machen wir uns Sorgen über die kommerzielle Bedrohung, die ein weiteres Event direkt vor unserer Haustüre hätte", bestätigt John Grant, Vorsitzender des BRDC, und verrät: "Daher hatten wir mit unserer Freunden von der Formel 1 eine sehr ehrliche und offene Diskussion darüber." Dabei hätte Liberty auch Verständnis für die Bedenken gezeigt.

Letztendlich habe man Vereinbarungen getroffen, "die unsere Interessen schützen, sollte das Event in London jemals Realität werden." Ins Detail geht Grant nicht, er erklärt jedoch: "Wir denken, dass es Platz für zwei Rennen nebeneinander gibt - solange sie zeitlich ausreichend voneinander getrennt sind." Mit anderen Worten: Ein Rennen in London wäre denkbar, wenn es einige Monate früher oder später als Silverstone stattfindet.

Auf jeden Fall vermeiden möchte man den Umstand, dass die beiden Rennen innerhalb kürzester Zeit nacheinander stattfinden. Das würde die Gefahr erhöhen, dass Zuschauer eventuell nur zu einem der beiden Events gehen würden. Generell hält Grant es übrigens für eine "gute Sache", dass die Formel 1 direkt in die Städte gehen und dort neue Fans gewinnen will.

"Wir lehnen diese Absicht nicht ab, wir unterstützen sie", stellt er klar. Formel-1-Boss Chase Carey verrät währenddessen, dass man sich mit London noch immer in Gesprächen befindet. Der Ausgang ist allerdings offen. "Wir werden sehen, wo es uns hinführt", zeigt er sich ganz entspannt und stellt gleichzeitig klar: "Kurzfristig liegt unser Fokus [in Großbritannien] einzig auf Silverstone."

Silverstone verlängerte seinen Formel-1-Vertrag in dieser Woche bis 2024. Aus dem ursprünglichen Kontrakt, der bis 2026 gelaufen wäre, war man zuvor aus finanziellen Gründen vorzeitig ausgestiegen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Ruben Zimmermann