Silverstone: Hoffnung auf Liberty Media zur Rettung des F1-Grand-Prix

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Silverstone: Hoffnung auf Liberty Media zur Rettung des F1-Grand-Prix
Autor: Kevin Turner
10.01.2017, 16:38

Laut der Organisatoren des Grand Prix von Großbritannien könnten die neuen Besitzer der Formel 1, Liberty Media, mit Unterstützung der Regierung die Zukunft des Formel-1-Rennens retten.

Startaufstellung
Safety-Car-Start
Fan-Flaggen für Lewis Hamilton
Flugshow: Red Arrows
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid
Sebastian Vettel, Ferrari SF16-H
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid führt hinter dem FIA Safetycar
Max Verstappen, Red Bull Racing RB12
Sieger Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W07 Hybrid feiert
Jolyon Palmer, Renault Sport F1 Team mit Tony Jardine, auf der Silverstone-Bühne

In einem Brief an die Mitglieder des British Racing Drivers' Clubs (BRDC) schrieb der Vorsitzende des Clubs, John Grant, vor Weinachten, dass man ernsthaft darüber nachdenken würde, den Grand Prix von Großbritannien nach 2019 nicht mehr in Silverstone zu veranstalten.

Nun erklärte der Grant aber, er glaube, dass der wachsende Einfluss des neuen Besitzers der Formel 1, Liberty Media, einiges zugunsten der Strecke in Northamptonshire ändern könnte.

"Einiges läuft da in unserer Richtung", sagte er gegenüber unserer Schwesterpublikation Autosport. "Der bevorstehende Wechsel der Besitzverhältnisse sollte mittelfristig hilfreich sein. Liberty scheint unserem Standpunkt gegenüber wirklich aufgeschlossen zu sein. Wir müssen die wirtschaftlichen Berechnungen neu überdenken. Wir erkunden viele Wege und sprechen mit verschiedenen Parteien."

Bisher konnte Silverstone nie auf öffentliche Gelder oder eine Unterstützung der Regierung zurückgreifen, auch das könnte sich in Zukunft ändern. "Es gibt gute Gründe, dass öffentliche Gelder eingesetzt werden, aber wir verstehen, dass die Formel 1 als reicher Sport betrachtet wird. Ich glaube nicht, dass eine direkte Vergabe von Geldern möglich wäre, aber vielleicht eine andere Art öffentlicher Unterstützung."

Grant betonte weiter, dass ein Aus des Rennens in Silverstone nicht zwingend auch das Ende des Grand Prix von Großbritannien bedeuten würde. "Wenn wir es durchziehen, sehen wir das nicht als das Ende – es wäre eine Basis für weitere Verhandlungen. Wir würden das nicht als unwiderruflich betrachten."

Über einen potentiellen Verkauf der Strecke, der vergangenes Jahr immer wieder im Gepräch war, sprach Grant nicht mehr. "Wir haben sehr gute Unterstützung aus dem Heritage Lottery Fund und nun haben sich auch lokale Kommunen und Unternehmen zusammengetan und liefern einen großen Teil der nötigen finanziellen Mittel." Die Rede ist hier von 20 Millionen Pfund (ca. 23 Millionen Euro) aus dem Heritage Lottery Fund.

"Das ist ein großer Schritt nach vorne, denn es sollte jedes Jahr eine halbe Million neue Besucher nach Silverstone ziehen. Da bedeutet auch mehr Geschäft für die Hotels, was seit Jahren auf unserer Wunschliste stand. Dadurch, dass sich all das in unserer Richtung entwickelt, sind wir viel optimistischer und und haben weniger Druck, sofort ein Deal [Silverstone zu verkaufen] abzuschließen."

BRDC-Präsident Derek Warwick hatte schon im vergangenen September gesagt dass der Formel-1-Grand-Prix zu teuer würde und man vielleicht die Ausstiegsklausel nach dem Rennen 2019 nutzen würde. In diesem Fall müsste der BRDC die FIA jedoch bis spätestens vor dem diesjährigen Rennen in Silverstone über seine Absicht informieren.

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Urheber Kevin Turner
Artikelsorte News