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"Sind absolut die Schlechtesten": Haas sucht Lösung für Reifenprobleme

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"Sind absolut die Schlechtesten": Haas sucht Lösung für Reifenprobleme
Autor:
Co-Autor: Valentin Chorunschi
30.04.2019, 12:38

Haas-Teamchef Günther Steiner rätselt darüber, warum andere Teams 2019 weniger Probleme mit den Reifen haben - Findet man bis Barcelona endlich eine Lösung?

In Baku blieb Haas auch im dritten Rennen in Folge ohne WM-Punkte. Wirklich überraschend kam das nicht, denn Teamchef Günther Steiner hatte bereits zuvor angekündigt, dass man die seit Bahrain bestehenden Reifenprobleme auch auf dem Stadtkurs wohl nicht in den Griff bekommen werde. So kam es schließlich auch. Obwohl Steiner damit gerechnet hatte, war es für ihn trotzdem ein "sehr enttäuschendes" Wochenende.

Auf die Frage, ob die Haas-Schwäche wirklich nur auf die Reifen zurückzuführen sei, antwortet er: "Ja, absolut." Steiner erklärt, dass die Probleme beginnen, sobald die Reifen einmal anfangen zu grainen. "Wenn wir in diese Phase kommen, dann kommen wir nicht mehr heraus, weil unser Reifen dann zu kalt wird. Dann sind wir erledigt und rutschen nur noch herum", so Steiner.

Man sei "vier oder fünf Runden" schnell, dann beginne das gefürchtete Graining. "Andere erholen sich danach, wir nicht, weil unsere Temperatur zu niedrig ist", erklärt Steiner. Das sei unabhängig von der Reifenmischung so. In Baku habe man nicht nur mit dem Soft- sondern auch mit dem Medien-Reifen Probleme gehabt. "Alle haben Probleme mit den Reifen, das sieht man", so Steiner.

Steiner selbstkritisch: Alle anderen bekommen es hin

Klar ist aber, dass Haas damit die größten Schwierigkeiten beziehungsweise den größten Performanceverlust dadurch hat. Das weiß auch Steiner. "Neun Teams bekommen es hin - manche besser, manche schlechter. Aber wir sind absolut die Schlechtesten dabei. Dessen bin ich mir absolut bewusst", räumt er ein und erklärt: "Andere bekommen sie ans Arbeiten, daher müssen wir daran arbeiten."

Romain Grosjean

Günther Steiner und Romain Grosjean hoffen auf eine baldige Lösung

Foto: LAT

Leicht sarkastisch ergänzt er: "Ich kann unsere Rundenzeit an der Temperaturkurve des Reifens ablesen. Ich muss mir die Zeiten gar nicht ansehen." Doch warum hat Haas in diesem Jahr so gewaltige Probleme? Schließlich hat Pirelli an den Reifenmischungen für 2019 nichts geändert. "Die Konstruktion des Reifens ist anders", erklärt Steiner und erinnert an weitere Änderungen.

"Wir dürfen [die Reifen] nicht mehr so vorheizen wie im vergangenen Jahr", so Steiner. Die Maximaltemperatur beim Vorwärmen der Hinterreifen durch Heizdecken wurde in diesem Jahr gesenkt. Außerdem kommt in diesem Jahr bei allen Rennen die dünnere Lauffläche zum Einsatz, "die die Hitze nicht so speichert." 2018 hatte Pirelli die dünnere Lauffläche nur bei drei Rennen eingesetzt.

Schnelle Lösung? Zuversicht ist "nicht sehr groß"

Eventuell spielen auch die neuen Aeroregeln 2019 eine Rolle. "All diese Dinge helfen nicht dabei, die Reifen zum Funktionieren zu bringen", so Steiner. Doch warum bekommen es andere Teams, obwohl sie mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben, deutlich besser hin? "Ich weiß es nicht. Wenn ich es wüsste, dann würde ich es kopieren", zuckt Steiner die Schultern.

Auch Ferrari hat weniger Probleme, obwohl Haas einige Teile des eigenen Autos von der Scuderia bezieht. Steiner erinnert allerdings daran, dass es "nicht das gleiche Auto" sei. "Aerodynamisch ist es ein anderes Auto", stellt Steiner klar und erklärt: "Wir haben die gleiche Aufhängung, die kaufen wir von ihnen. Dadurch lerne ich aber nicht, wir man die Reifen zum Funktionieren bekommt."

"Die Leute denken, dass wir einfach ein [fertiges] Auto kaufen", winkt Steiner ab. Das sei aber nicht der Fall. Immerhin: Man kenne mittlerweile zumindest den Grund für die Schwierigkeiten. "Wir kennen jetzt die Ursache. Jetzt müssen wir herausfinden, wie wir es beheben", so Steiner. Ob man das bis Barcelona schaffen wird? "Meine Zuversicht ist momentan natürlich nicht sehr groß", gesteht Steiner.

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Ruben Zimmermann