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So reagiert die Formel 1 auf den Tod von Alessandro Zanardi

Nach Alessandro Zanardis Tod setzt Miami ein stilles Zeichen - Fahrer und Teams würdigen einen der inspirierendsten Sportler

So reagiert die Formel 1 auf den Tod von Alessandro Zanardi

Große Anteilnahme und Schweigeminute für Alex Zanardi

Foto: Sutton Images

Die Motorsportwelt hat mit großer Bestürzung auf den Tod von Alessandro Zanardi reagiert. Die Nachricht erreichte das Fahrerlager im Rahmen des Miami-Grand-Prix, wo Teams und Fahrer unmittelbar Anteil nahmen. Als Zeichen der Trauer wurden auf allen Autos Erinnerungsaufkleber angebracht, zudem wurde vor dem Start des Sprints eine Schweigeminute abgehalten.

Der ehemalige Formel-1- und IndyCar-Pilot sowie Paralympics-Sieger war am 1. Mai im Alter von 59 Jahren verstorben. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Motorsport und Industrie würdigten ihn als außergewöhnliche Persönlichkeit, Vorbild und Inspiration.

Formel 1: "Er definierte Mut"

Mercedes-Teamchef Toto Wolff beschrieb Zanardi als Person, "die Mut wirklich definiert habe". Als junger Rennfahrer habe Wolff seine Fähigkeiten hinter dem Lenkrad bewundert. "Was er erreicht hat, besonders in Amerika, zeigte, was für ein Talent er war", sagte er.

"Was er jedoch nach seinem Unfall vollbrachte, war noch inspirierender. Er zeigte, dass das Leben einen zwar herausfordern kann, einen aber nicht definieren muss. Dass Widrigkeiten mit Bescheidenheit, Humor und Optimismus überwunden werden können", so Wolff. "Sein Beispiel wird weiterhin inspirieren und als Erinnerung daran dienen, wie wahrer Mut wirklich aussieht."

Sky-Experte Martin Brundle erinnerte an seine außergewöhnliche Karriere. "Nach seinem Unfall im Jahr 2001, bei dem er seine Beine verlor, hatten die Menschen nicht erwartet, dass er überleben würde", sagte er. "Aber er schaffte es, und innerhalb weniger Jahre fuhr er Tourenwagenrennen, stieg dann auf das Handbike um und gewann 2012 und 2016 Goldmedaillen bei den Paralympics.

"Er besaß eine unermüdliche Kämpfernatur gegen alle Widerstände und Herausforderungen", so Brundle weiter. "Dann hatte er 2020 einen weiteren Unfall mit einem Lkw, und in den letzten Jahren hatten wir nicht mehr allzu viel gehört. Aber was für ein unglaublicher Charakter und eine Inspiration für alle."

Formel-1-CEO Stefano Domenicali zeigte sich ebenfalls tief betroffen. "Er war eine wahrhaft inspirierende Persönlichkeit, sowohl als Mensch als auch als Sportler. Er stellte sich Herausforderungen, die jeden anderen aufgehalten hätten, und blickte dennoch immer nach vorne - stets mit einem Lächeln und einer hartnäckigen Entschlossenheit, die uns alle inspirierte."

Für Lewis Hamilton war Zanardi in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. "Zum einen war er einfach ein wirklich liebenswürdiger Kerl, und dann diese Widerstandsfähigkeit - wie er zurückkam, wie er sich immer eine positive Einstellung bewahrte und so viel erreichte. Er ist eine wahre Inspiration für so viele, und ich denke, er hat die Dinge auf die richtige Art und Weise angepackt."

BMW: "Wundervoller Mensch und unerschütterlicher Optimist"

BMW, für die Zanardi als Werksfahrer und Markenbotschafter tätig war, beschrieb ihn als "wundervollen Menschen und unerschütterlichen Optimisten". Besonders seine Lebensfreude und positive Energie hätten Menschen weltweit berührt.

Ciao Alex

"Ciao Alex"-Aufkleber auf einem Formel-1-Auto von McLaren

Foto: LAT Images

BMW Motorsport würdigte ihn zudem als festen Bestandteil der eigenen Geschichte und als jemanden, der gezeigt habe, "was möglich ist, wenn Talent, Entschlossenheit und Vertrauen zusammenkommen". Auch Franciscus van Meel, CEO der BMW M GmbH, betonte Zanardis außergewöhnliche Wirkung:

"Alex Zanardi war einer der außergewöhnlichsten Menschen, denen ich je begegnen durfte. Sein Mut, seine Lebensfreude, seine positive Energie und seine Leidenschaft für den Motorsport haben uns alle tief beeindruckt und berührt. Alex war weit mehr als ein herausragender Sportler und Botschafter unserer Marke."

"Seine Erfolge im Rennwagen waren beeindruckend, doch noch größer war die Wirkung, die er als Mensch hatte. Mit seiner unerschütterlichen Haltung und seinem Optimismus hat er Menschen auf der ganzen Welt inspiriert. Wir verlieren einen wunderbaren Menschen, einen großen Kämpfer und einen Freund. Unsere Gedanken sind bei seiner Frau Daniela, seinem Sohn Niccolo und seiner Familie. Wir werden Alex sehr vermissen und ihm bei BMW M immer einen besonderen Platz in unserer Geschichte und in unseren Herzen bewahren."

SRO: "Mehr als nur ein großartiger Wettbewerber"

Die SRO-Gruppe, Veranstalter von GT3-Rennserien wie der GT-World-Challenge, in der Zanardi ebenfalls gefahren war, betonte in einem Statement, Zanardi sei "mehr als nur ein großartiger Wettbewerber" gewesen. "Alex war ein großartiger Mann und ungeheuer inspirierend", sagte SRO-Gründer Stephane Ratel. "Es war mir eine Ehre, ihn kennenzulernen und ihn in unserer Meisterschaft willkommen zu heißen. Auch wenn er von uns gegangen ist, wird er eine Persönlichkeit von enormer Bedeutung im Rennsport und darüber hinaus bleiben."

Motorsport-Comeback nach dem Schicksalsschlag

Zanardi hatte nach seinem schweren Unfall im Jahr 2001 beide Beine verloren, kehrte jedoch bemerkenswert schnell in den Motorsport zurück. Bereits 2003 startete er in der European Touring Car Championship. 2006 folgte ein viel beachteter Moment, als er für BMW Sauber noch einmal ein Formel-1-Auto fuhr - ein symbolischer Auftritt, der in der gesamten Motorsportwelt große Beachtung fand.

Paralympische Gold- und Silbermedaillen für Alex Zanardi

Paralympische Gold- und Silbermedaillen für Alex Zanardi

Foto: Motorsport Images

Auch in den Folgejahren blieb er dem Motorsport eng verbunden und stand immer wieder bei bedeutenden Rennen im Rampenlicht, darunter sein Einsatz bei den 24 Stunden von Daytona 2019.

Paralympics-Erfolge und sportliches Vermächtnis

Parallel dazu stellte er sich weiteren sportlichen Herausforderungen: 2014 absolvierte er den Ironman auf Hawaii und beendete ihn erfolgreich. Im Handbike-Sport entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten Athleten der Paralympics und gewann insgesamt vier Gold- sowie zwei Silbermedaillen.

Seine außergewöhnliche Lebens- und Karrieregeschichte machte ihn zu einer der prägendsten Persönlichkeiten des modernen Sports und zu einem Symbol für sportliche Vielseitigkeit und Willenskraft über alle Disziplinen hinweg.

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