So selten fällt der WM-Spitzenreiter wirklich aus in der Formel 1
Nicht immer entscheidet ein Ausfall die Formel-1-WM, doch manchmal schon: Unsere Fotostrecke blickt zurück auf 20 spektakuläre Beispiele
Oscar Piastri nach seinem Unfall im Formel-1-Rennen in Baku 2025
Foto: Getty Getty
So bitter der Unfall von WM-Spitzenreiter Oscar Piastri beim Grand Prix von Aserbaidschan 2025 in Baku auch war: Der McLaren-Fahrer kann sich damit trösten, dass so etwas in der modernen Formel 1 nicht sehr häufig vorkommt.
Das zeigt unsere Fotostrecke: Sie blickt zurück auf die letzten 20 Begebenheiten, in denen der jeweilige WM-Tabellenführer einen Grand Prix nicht beendete - und nennt die Gründe für die Ausfälle.
In manchen Fällen hatte ein Ausfall nämlich gar keinen Einfluss auf den Ausgang der Weltmeisterschaft: Lewis Hamilton schied 2018 am Red-Bull-Ring in Spielberg etwa durch einen Fehler beim Benzindruck vorzeitig aus dem Rennen aus, wurde am Jahresende aber trotzdem Champion.
Oder Sebastian Vettel: Bei ihm streikte 2013 in Silverstone das Getriebe und Vettel fiel aus. Am Saisonende wurde der Deutsche dennoch zum vierten Mal in Folge Formel-1-Weltmeister. (Alle Statistiken zu Sebastian Vettel in der Formel-1-Datenbank abrufen!)
Wenn ein Ausfall das WM-Aus besiegelt
Doch Vettel hat auch das Gegenteil erlebt: Er kam 2018 als WM-Spitzenreiter zum Deutschland-Grand-Prix nach Hockenheim und bestimmte das Rennen - bis er im Nieselregen von der Strecke rutschte und mit seinem Ferrari im Kiesbett der Sachs-Kurve strandete. Viele Beobachter sind bis heute überzeugt: Der Unfall in Hockenheim hat Vettel letztlich den Titelgewinn gekostet.
Auch Piastri-Manager Mark Webber kennt so etwas aus eigener Erfahrung: Webber führte 2010 in der Formel-1-Fahrerwertung, crashte jedoch im Saisonendspurt beim verregneten Südkorea-Grand-Prix in Yeongam. Zwar hatte Webber beim Finale in Abu Dhabi trotzdem noch Titelchancen, Weltmeister wurde damals jedoch sein Red-Bull-Teamkollege Sebastian Vettel.
Tabellenführer, aber nie Weltmeister
Ähnlich wie Webber ist es in den vergangenen Jahren noch anderen Formel-1-Fahrern ergangen, die zwar zeitweise die WM-Tabelle angeführt haben, am Saisonende aber nicht Weltmeister wurden. Charles Leclerc ist ein solches Beispiel: Er lag 2022 vorne in der Gesamtwertung, als er beim Spanien-Grand-Prix in Barcelona mit Motorschaden ausfiel. Weltmeister wurde Max Verstappen.
All das - und weitere Beispiele - zeigt unsere Fotostrecke über die Fahrer, die als WM-Spitzenreiter ausgefallen sind.
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