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Sperre wirkt nach: Red-Bull-Junior darf in Ungarn nicht testen

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Sperre wirkt nach: Red-Bull-Junior darf in Ungarn nicht testen
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper
31.07.2018, 08:08

Red-Bull-Junior Daniel Ticktum darf aufgrund seiner fehlenden Lizenzpunkte nicht am Formel-1-Test in Ungarn teilnehmen – Seine Sperre wirkt nach

Dan Ticktum, Motopark Dallara F317 - Volkswagen
Dan Ticktum, Motopark Dallara F317 - Volkswagen
Dan Ticktum, Motopark Dallara F317 - Volkswagen
Dan Ticktum, Motopark Dallara F317 - Volkswagen
Race winner Dan Ticktum, Motopark Dallara F317 - Volkswagen
Dan Ticktum, Motopark Dallara F317 - Volkswagen
Race winner Dan Ticktum, Motopark Dallara F317 - Volkswagen

Im Jahr 2015 leistete sich Red-Bull-Junior Daniel Ticktum in Silverstone in der britischen Formel-4-Serie einen ordentlichen Aussetzer, der ihm eine zwei Jahre lange Sperre einbrachte – wobei das zweite Jahr zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Strafe holt den jungen Briten jetzt wieder ein, denn er darf nicht am Formel-1-Test in Ungarn am Dienstag und Mittwoch teilnehmen. Der 19-Jährige habe aufgrund der Sperre nicht die nötigen Lizenzpunkte gesammelt und sei deshalb bei den Testfahrten nicht startberechtigt, wie Rennleiter Charlie Whiting erklärt. Simulatorfahrer Jakes Dennis wird für Ticktum einspringen und den Test in Budapest absolvieren.

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Doch was war eigentlich passiert? In einem Formel-4-Rennen im September 2015 in Silverstone brannten Ticktum die Sicherungen durch. Während einer Safety-Car-Phase pflügte er durch das Feld, nur um einen Konkurrenten und sich selbst auszuschalten. Der britische Rennsportverband reagierte prompt und sperrte den Briten für die Saison 2016. Im Jahr 2017 stand Ticktum außerdem unter Bewährung. Wegen des verlorenen Jahres fehlen ihm nun wichtige Punkte für die A-Lizenz, die für einen Formel-1-Test nötig sind. Laut Whiting sind der Königsklasse in diesem Fall die Hände gebunden.

"Das Punktesystem hat nicht nur einen Standard eingeführt", so Whiting. "Die Fahrer wissen außerdem genau, wo sie eigentlich stehen. Superlizenzen wurden manchmal hinter den Türen der Büros vergeben, weil es keine Regeln gab. Deshalb gibt es das Punktesystem für die Superlizenz." Dasselbe System wurde in diesem Jahr auch für die A-Lizenz eingeführt – und genau diese fehlt Ticktum. "Es geht nicht um die Superlizenz, sondern um die A-Lizenz", stellt Whiting klar. "Die benötigt er, um hier testen zu dürfen." Eine Superlizenz sei hingegen nicht nötig, um ein Formel-1-Auto fahren zu dürfen.

"Für eine A-Lizenz braucht ein Fahrer 14 Punkte", erklärt der Rennleiter. "Vier Punkte werden für die Resultate vergeben. Fünf Punkte gibt es, wenn 80 Prozent zweier gewerteter Meisterschaften absolviert worden sind. Weitere fünf Punkte vergibt der nationale Automobilverband." Wegen seiner Sperre habe Ticktum die vier Punkte für die Resultate nicht erhalten, denn immerhin fehlt ihm ein ganzes Jahr. Der Bemessungszeitraum für die Punktevergabe ist auf drei Jahre festgesetzt.

"Es ist einfach: Er hat sich nicht qualifiziert", so Whiting klar. "Es braucht gar nicht viel, um eine A-Lizenz zu bekommen. Es reicht, die Voraussetzungen in der Formel 3 oder 4 zu erfüllen, damit ein Fahrer Erfahrungen vorweisen kann. Fünf Punkte erhält man vom nationalen Verband – außer man hat etwas getan, was ihn verärgert hat. Ihm fehlen die vier Punkte für die Resultate."

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