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Sperrstunde aufgehoben: FIA reagiert auf Chaos vor F1-Start

Massive Reisebeschränkungen gefährdeten den Formel 1 Saisonauftakt in Melbourne - Teams erreichten Australien über Umwege - Die FIA reagiert mit Sonderregeln

Nach Eskalation im Nahen Osten: Sonderregeln für Formel-1-Saisonstart

Formel 1 in Australien: Das Personal bittet um Sonderregelungen

Foto: LAT Images

Der Saisonauftakt der Formel 1 beim Großen Preis von Australien scheint ohne größere Störungen über die Bühne gehen zu können. Trotz der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten sind die Teams mittlerweile in Melbourne eingetroffen.

Die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die zu Vergeltungsschlägen gegen Nationen im Nahen Osten - darunter die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Katar und Bahrain - geführt haben, dominierten in den vergangenen Tagen die Weltnachrichten.

Während die offizielle Zahl der zivilen Todesopfer laut der in den USA ansässigen Human Rights Activists News Agency am Mittwoch die Marke von 1.000 überschritt, sind die massiven Reisebeschränkungen an den zentralen Drehkreuzen Dubai, Abu Dhabi und Doha nur eine Randnotiz, die angesichts der Tragödie an Bedeutung verliert.

Charterflüge über Tansania und Singapur

Dennoch stellte die Sperrung der Region das Formel-1-Personal vor einige Herausforderungen auf dem Weg zum Saisonauftakt in Melbourne an diesem Wochenende.

Während die Teams ihr Personal individuell umleiteten, hat die Formel 1 nach Informationen von Motorsport.com zusätzlich drei alternative Charterflüge über Tansania und Singapur gebucht. Damit sollte sichergestellt werden, dass die für den Ablauf der Veranstaltung wichtigen Mitarbeiter rechtzeitig in Melbourne ankommen. Der Großteil traf bis Dienstagabend ein.

Am Mittwoch meldete keines der von Motorsport.com kontaktierten Teams betriebliche Probleme infolge der verspäteten Ankunft. Dennoch baten sie den Automobil-Weltverband FIA kollektiv darum, die üblichen Sperrstunden während eines Grand-Prix-Wochenendes zu lockern.

FIA reagiert mit "höherer Gewalt"

Der Weltverband gab daraufhin am Mittwoch bekannt, dass man aufgrund "höherer Gewalt" die Standard-Sperrstunden für Mittwoch- und Donnerstagnacht nicht durchsetzen wird. Diese Regeln halten das Personal, das direkt an den Autos arbeitet, normalerweise aus dem Paddock fern.

"Wir möchten Sie darüber informieren, dass nach Rücksprache mit den Sportkommissaren der Veranstaltung aufgrund höherer Gewalt - und speziell aufgrund der anhaltenden Reise- und Frachtstörungen bei der Vorbereitung des Großen Preises von Australien - die Bestimmungen von Artikel B9.5.1a ('Restricted Period 1') und Artikel B9.5.1b ('Restricted Period 2') bei diesem Wettbewerb keine Anwendung finden", teilte die FIA mit.

Gemäß dem Sportlichen Reglement der Formel 1 entsprechen diese Zeiträume der Mittwoch- und Donnerstagnacht:

- "Restricted Period One": Beginnt 42 Stunden vor dem geplanten Start des ersten Freien Trainings und endet 29 Stunden vor dem Start des ersten Freien Trainings.

- "Restricted Period Two": Beginnt 18 Stunden vor dem geplanten Start des ersten Freien Trainings und endet vier Stunden vor dem Start des ersten Freien Trainings.

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