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Spiegel lose: Charles Leclerc durchfährt 130R einhändig

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Spiegel lose: Charles Leclerc durchfährt 130R einhändig
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14.10.2019, 16:31

Charles Leclerc hat Angst um seinen linken Rückspiegel und fährt kurzer Hand mit nur einer Hand am Lenkrad durch die berüchtigte 130R in Suzuka

Die Startkollision sorgte bei Charles Leclerc nicht nur im Ergebnis für Komplikationen: Eine Onboard-Aufnahme zeigt, wie der Monegasse das Bergaufstück und die anschließende berüchtigte 130R mit nur einer Hand am Lenkrad durchfährt.

Mit seiner rechten Hand fixiert seinen linken Außenspiegel, dessen Halterung beim Startcrash mit Max Verstappen abgebrochen ist. Mit der linken steuert er das Auto durch die Kurve, die einst zu den am meisten gefürchteten Passagen in der Formel 1 zählte.

Leclerc nahm unmittelbar nach dem Rennen den Fehler in der zweiten Kurve auf seine Kappe. Mit dem beschädigten Frontflügel fuhr er nach der Kollision noch mehrere Runden weiter, bis dieser sich ebenfalls an jener Stelle auflöste und einen Trümmerregen hinterließ, der das Auto von Lewis Hamilton und die Bremsbelüftung von Lando Norris' McLaren beschädigte.

 

Er begründet seine Weiterfahrt auf Twitter so: "Aus dem Cockpit heraus war der Spiegel das einzige Teil, das für mich lose aussah. Deshalb habe ich ihn auf den Geraden festgehalten. Um zu verhindern, dass er sich löst und jemanden trifft. All die anderen Teile können wir nicht sehen. Ich konnte fühlen, dass der Frontflügel beschädigt war, aber mir war nicht klar, dass er immer noch Teile verteilte. Zum Glück wurde niemand verletzt."

Kritiker melden sich zu Wort: Formel 1 zu einfach?

Die spektakuläre Aktion befeuert aber auch die Kritiker. Nicht, weil Leclercs Aktion gefährlich sein könnte, sondern weil die Formel 1 zu einfach geworden sei. Gerade seit der Aerodynamik-Reform von 2017 sind viele einst dramatische Kurven nur noch harmlose Vollgas-Knicke.

Formel-1-Experte Martin Brundle findet: "Ich bewundere die Präzision und Zuversicht, einhändig zu fahren, während man mit DIY-Maßnahmen beschäftigt ist. Davon hätte ich zu meiner Zeit großen Abstand genommen. Es macht mich traurig, zu sehen, wie die 130R im Prinzip nur noch eine Gerade ist."

 

Auch Ex-Formel-1-Pilot Max Chilton, mittlerweile (ohne Servolenkung) in der IndyCar-Serie unterwegs, nimmt den Leclerc-Stunt als Anlass zur Kritik: "Warum bauen sie nicht die Servolenkung aus, wenn es so leicht ist? Mit dem Tempo, den Reifen und dem Abtrieb sollte es eine Herausforderung sein. Das ist es definitiv nicht."

Darauf antwortet Giedo van der Garde, ebenfalls ehemaliger Formel-1-Fahrer und jetzt in der Le-Mans-Szene unterwegs: "Zustimmung. Ich habe auf jeden Fall zwei Hände benötigt und selbst dann habe ich immer einen Satz Ersatz-Unterwäsche dabeigehabt." Er verweist auch darauf, dass er damals (2013) einen Caterham pilotiert hat - ein Fahrzeug, das nicht gerade für vorhersehbares Fahrverhalten bekannt war.

Mit Bildmaterial von LAT.

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