Verstappen spielt mit Bottas: "Hat unserem Blutdruck nicht geholfen"

Max Verstappen hatte gegen Ende des Formel-1-Rennens in Mexiko noch die Zeit, um Spielchen mit Valtteri Bottas zu treiben - Das sagen die Teamchefs

Verstappen spielt mit Bottas: "Hat unserem Blutdruck nicht geholfen"

Das Formel-1-Rennen in Mexiko zeigte einmal mehr, dass Max Verstappen im Cockpit mit weit mehr als nur mit seinem eigenen Rennen beschäftigt ist. Besonders deutlich wurde dies kurz vor Rennende, als er versuchte, Valtteri Bottas den Versuch für die schnellste Rennrunde zu vermasseln.

Bottas hatte zu diesem Zeitpunkt keine reelle Chance mehr auf Punkte und wurde deshalb von Mercedes an die Box geholt, damit er mit weichen Reifen die schnellste Runde fahren kann. Diese hielt bis dahin Verstappen.

Da Bottas außerhalb der Top 10 lag, hätte er zwar den Extrapunkt gar nicht bekommen, aber er hätte ihn zumindest Verstappen entrissen. Das wurde Verstappen natürlich auch via Funk mitgeteilt.

Verständnis bei Mercedes

Und Verstappen reagierte auf eine ungewöhnliche Art und Weise. Er verlangsamte im letzten Sektor absichtlich, um auf Bottas zu warten und dem Finnen die Runde kaputtzumachen. Bottas kam dann zwar mit DRS vorbei, eine weitere Runde später aber musste er seinerseits wieder Verstappen ziehen lassen, weil er blaue Flaggen gezeigt bekam.

Mercedes reagierte darauf und holte Bottas noch einmal rein, wartete auf ein besseres Fenster und hatte Erfolg: In der allerletzten Runde holte sich Bottas dann doch noch die schnellste Runde. Unterhaltsam war das Treiben der beiden aber auf alle Fälle. Auch bei Mercedes hatte man mit Verstappens Vorgehen kein Problem.

"Es waren kleine Spielchen", sagt Teamchef Toto Wolff. "Max wusste, dass Valtteri die schnellste Runde will und hat ihn ausgebremst. Das ist absolut in Ordnung, das kann er machen", zeigt sich der Österreicher verständnisvoll.

Verstappen lobt Bottas: Ist ein sauberer Fahrer

Bei Red Bull war man wegen der Szene etwas angespannter. "Unserem Blutdruck hat es sicher nicht geholfen", sagt Teamchef Christian Horner. Auf dieses "Feilschen um den letzten Punkt" habe sich Red Bull aber eigentlich gar nicht einlassen wollen. Motorsportkonsulent Helmut Marko meinte bei 'Sky', Verstappen solle sich "raushalten" aus solchen Dingen.

Ohnehin hatte das Team keine Handhabe, um zu kontern. Einzig Sergio Perez hätte man ohne Positionsverlust noch einmal reinholen können, der Mexikaner aber war mitten im Kampf mit Lewis Hamilton. Und aus Verstappens Sicht war es völlig egal, ob Bottas oder Perez den Punkt hat.

"Ich konnte natürlich verstehen, dass sie für die schnellste Runde gegangen sind", sagt Verstappen. Aus seiner Sicht war die Szene mit Bottas völlig in Ordnung. "Wir sind auf Nummer sicher gegangen. Wir waren Seite an Seite, aber alles war gut. Wir haben viel Zeit verloren, aber für mich war alles in Ordnung. Ich kenne Valtteri, er ist ein sauberer Fahrer und ich hatte nie Angst, dass irgendetwas passiert", stellt Verstappen klar.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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