Sprint-Qualifying Montreal: George Russel bezwingt Kimi Antonelli
George Russell entscheidet das Mercedes-interne Duell im Sprint-Qualifying in Kanada für sich - Audi verpasst mit beiden Fahrern hauchdünn die Top 10
George Russell im Mercedes W17 beim Sprint-Qualifying in Montreal 2026
Foto: LAT Images
George Russell hat sich mit der Bestzeit im Sprint-Qualifying beim Grand Prix von Kanada 2026 in Montreal (alle Einheiten hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) zurückgemeldet. Im Top-10-Finale setzte sich Russell auf Soft-Reifen um 0,068 Sekunden gegen seinen Mercedes-Teamkollegen und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli durch.
"Das fühlt sich großartig an", sagte Russell. "Ich hatte aber nie Selbstzweifel. Ich freue mich nur, dass es dieses Mal zusammengepasst hat. Es ist eine Weile her, dass ich auf Platz eins stand."
Die weiteren Plätze hinter Mercedes gingen an Lando Norris vor McLaren-Kollege Oscar Piastri sowie Lewis Hamilton vor Ferrari-Kollege Charles Leclerc und Max Verstappen vor Red-Bull-Kollege Isack Hadjar.
Die Audi-Fahrer Nico Hülkenberg und Gabriel Bortoleto scheiterten auf den Plätzen elf und zwölf bereits im zweiten Abschnitt des Sprint-Qualifyings. Alexander Albon und Liam Lawson fuhren nach Zwischenfällen im Freien Training gar nicht.
Das Wichtigste in aller Kürze
Ergebnis: Sprint-Qualifying in Montreal
Startaufstellung: Sprint in Montreal
Fotos: Grand Prix von Kanada 2026 in Montreal
WM-Zwischenstand Fahrerwertung
WM-Zwischenstand Konstrukteurswertung
Was passierte in SQ1?
Mercedes-Fahrer George Russell sorgte mit 1:14.772 Minuten auf Medium-Reifen für die erste Richtzeit. Kimi Antonelli als eigentlicher Favorit brach seinen ersten Versuch bereits im ersten Sektor ab, weil er von Haas-Fahrer Oliver Bearman aufgehalten wurde.
Der WM-Führende startete einen neuen Anlauf, und die zweite fliegende Runde saß: Antonelli schob sich mit 1:14.010 Minuten deutlich an die Spitze - nun um fast eine halbe Sekunde vor Max Verstappen im Red Bull.
Mit 1:13.922 Minuten übernahm Lewis Hamilton im Ferrari als nächstes den ersten Platz, dann wurden plötzlich rote Flaggen gezeigt: Fernando Alonso im Aston Martin war in der ersten Schikane nach einem Verbremser geradeaus in die Banden gerutscht und hatte sich die Frontpartie demoliert. "Tut mir leid", funkte Alonso. Er stieg offenbar unverletzt aus.
Es verblieben 1:46 Minuten in SQ1. Die Rennleitung gab die Einheit nach einer längeren Unterbrechung nochmals frei. Deshalb wurde es ausgangs der Boxengasse turbulent: Fahrer stritten sich um die Positionen, um sich für die finale Runde in eine möglichst gute Ausgangslage zu bringen. Doch nur Carlos Sainz, Lance Stroll und Hamilton schafften es noch rechtzeitig über die Linie - ohne sich zu verbessern.
Aufgrund der Zwischenfälle im Freien Training nahmen Alexander Albon (Williams) und Liam Lawson (Racing Bulls) nicht am Sprint-Qualifying teil. Im ersten Segment fielen daher nur vier statt sechs Fahrer heraus.
Nach SQ1 schieden folgende Fahrer aus: Sergio Perez (Cadillac), Lance Stroll (Aston Martin), Pierre Gasly (Alpine) und Valtteri Bottas (Cadillac)
Was passierte in SQ2?
George Russell kam im ersten Versuch erneut besser zurecht als Kimi Antonelli und fuhr mit 1:13.466 Minuten um 0,085 Sekunden auf den ersten Platz. Max Verstappen startete verzögert in das Segment und absolvierte obendrein zwei Aufwärmrunden, blieb als Neunter jedoch knapp eineinhalb Zehntel hinter seinem Red-Bull-Kollegen Isack Hadjar zurück.
Russell schaffte im zweiten Versuch 1:13.026 Minuten und distanzierte die Konkurrenz damit deutlich. Lewis Hamilton kam als bester Verfolger auf 0,439 Sekunden heran und schob sich noch vor Antonelli, der keinen weiteren Versuch unternahm.
Beide Audi-Fahrer steigerten sich im letzten Moment, doch Williams-Fahrer Carlos Sainz fing Nico Hülkenberg im Kampf um Platz zehn noch ab: Hülkenberg fehlten 0,048 Sekunden zum Weiterkommen. Er wurde - mal wieder - Elfter vor Teamkollege Gabriel Bortoleto.
Fernando Alonso war zwar für SQ2 qualifiziert, nahm aufgrund seines Unfalls in SQ1 aber nicht an der zweiten Einheit teil.
Nach SQ2 schieden folgende Fahrer aus: Nico Hülkenberg (Audi), Gabriel Bortoleto (Audi), Franco Colapinto (Alpine), Esteban Ocon (Haas), Oliver Bearman (Haas)
Was passierte in SQ3?
Mit Soft-Reifen gönnten sich einige Fahrer eine zweite Aufwärmrunde, ehe sie ihren Versuch begannen. Danach legte Lewis Hamilton mit 1:13.411 Minuten vor. Er sprengte die Mercedes-Fahrer: George Russell ging mit 1:13.194 Minuten in Führung, aber Kimi Antonelli scheiterte an Hamilton und blieb nur vor Max Verstappen und Isack Hadjar.
Einige Fahrer kamen nicht fehlerfrei durch: Charles Leclerc rutschte in der Zielkurve weg und musste korrigieren, Lando Norris verlor das Auto kurz ausgangs der zweiten Kurve. Dafür steigerte sich Norris im nächsten Versuch und rückte vor auf Platz zwei, den er aber sofort wieder an Antonelli verlor.
Russell setzte zum Schluss mit 1:12.965 Minuten nochmals eine neue Bestzeit und blieb 0,068 Sekunden vor Antonelli.
So geht es weiter in Montreal
Am Samstag gehen die 22 Formel-1-Fahrer um 18 Uhr in den Sprint. Ab 22 Uhr stellen sie sich der Qualifikation für den Grand Prix von Kanada. Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll besprechen die wichtigsten Themen anschließend ab 2 Uhr im Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.
Der Grand Prix von Kanada bildet am Sonntag um 22 Uhr den Abschluss der Veranstaltung in Montreal. Ab 3 Uhr analysieren Kevin Scheuren und Christian Nimmervoll das Renngeschehen im Livestream auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.
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