Spritverbrauch 2018 gestiegen: Ferrari klar im Nachteil

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Spritverbrauch 2018 gestiegen: Ferrari klar im Nachteil
Sven Haidinger
Autor: Sven Haidinger
12.03.2018, 11:09

Warum das Spritsparen beim Barcelona-Test wieder zum Thema wurde und das den Silberpfeilen im Duell gegen Ferrari in der Formel-1-Saison 2018 in die Hände spielt

Ferrari gelangen beim zweiten Viertagestest in Barcelona drei Bestzeiten, bei den Longruns war man aber gegen Mercedes chancenlos. Das hat damit zu tun, dass die Silberpfeile keinen einzigen Satz Hypersoft-Reifen bestellt hatten, lag aber auch am Spritverbrauch. Und Mercedes ist in dieser Disziplin auch dieses Jahr überlegen. Das Triebwerk aus Brixworth brauche im Rennen "teilweise deutlich weniger Sprit", warnt Red Bulls Motorsportkonsulent Helmut Marko gegenüber 'auto motor und sport'.

Doch warum ist der Spritverbrauch dieses Jahr plötzlich wieder ein großes Thema? Das hat mit der Entwicklung in der Formel 1 zu tun. Schon im Vorjahr waren die Boliden durch die massiv gestiegenen Abtriebswerte um einige Sekunden schneller als davor. Und das wirkt sich natürlich auf den Verbrauch aus, zumal auch der Luftwiderstand durch die breiteren Autos und die größeren Reifen angestiegen ist.

Dieses Jahr ist den Ingenieuren ein weiterer Schritt gelungen: Die neuen Autos waren im Schnitt um über zwei Sekunden schneller als im Vorjahr, was aber auch mit dem neuen Asphalt, der glatter ist und mehr Grip bietet, zu tun hat. Dadurch ist der Verbrauch weiter angestiegen, was bheftige Konsequenzen hatte: Auf den Longruns mussten mehrere Piloten vom Gas gehen, damit sie über die Distanz kamen.

Damit schlug auch die Stunde der Mercedes-Piloten. Denn laut den Kollegen von 'auto motor und sport' mussten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas schon im Vorjahr auf eine Renndistanz um zehn Kilogramm weniger Sprit mitnehmen als Ferrari. Das Gewicht alleine macht bereits einen Unterschied in der Rundenzeit, der Vorteil könnte sich aber vor allem dann bewähren, wenn Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen wirklich vom Gas gehen müssen, um die Zielflagge zu erreichen.

Man darf gespannt sein, ob sich der Nachteil von Ferrari auf allen Strecken zeigen wird oder ob die Scuderia möglicherweise auf Kursen, auf denen der Verbrauch ein untergeordnetes Thema ist, weniger Rückstand auf Mercedes haben wird.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams Ferrari, Mercedes
Urheber Sven Haidinger
Artikelsorte News