Staatsanwaltschaft ermittelt beim Zanardi-Unfall

Die Carabinieri haben den am Unfall von Alex Zanardi beteiligten LKW-Fahrer vernommen und ein Amateurvideo sichergestellt - Indizien entlasten den Fahrer

Staatsanwaltschaft ermittelt beim Zanardi-Unfall

Nach dem schweren Unfall von Alessandro "Alex" Zanardi laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die Carabinieri konnten den LKW-Fahrer schnell vernehmen. Er soll exakte Aussagen getätigt haben. Ein Test auf Alkohol und Drogen führte zu einem negativen Ergebnis. Derzeitige Indizien entlasten den 44-Jährigen.

Mario Valentini, Cheftrainer der italienischen Handbike-Nationalmannschaft, sagt: "Der LKW-Fahrer hat keinen Fehler gemacht." Der 'Gazzetta dello Sport' zufolge ist Zanardi in einer Rechtskurve auf einem Bergabstück in den Gegenverkehr geraten und dadurch mit dem LKW kollidiert.

Außerdem haben die Carabinieri ein Amateurvideo sichergestellt, das den Unfall zeigen soll. Die Staatsanwaltschaft hat sich aufgrund "schwerer oder sehr schwerer Verletzungen durch einen Verkehrsunfall" eingeschaltet und ermittelt.

Ermittelt wird unter anderem gegen die Organisatoren des Staffel-Events "Obiettivo 3". Es geht um die Art der Organisation des Wettbewerbs und die Frage, ob alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten worden sind.

Der Unfall um den zweimaligen Meister der US-amerikanischen IndyCar-/CART-Serie und sechsmaligen Medaillengewinner bei paralympischen Spielen ereignete sich um etwa 17 Uhr am vergangenen Freitag auf einer Landstraße bei Pienza. Zanardi wurde noch am Freitagabend operiert und befindet sich in einem künstlichen Koma. Sein Zustand ist auch am Samstagabend ernst.

Mit Bildmaterial von BMW.

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