"Ständig vergessen": Yuki Tsunoda verrät amüsante Anekdote aus Monza-Training
Yuki Tsunoda hat auch beim zweiten Einsatz in Monza bisher einen guten Eindruck hinterlassen: Eine Sache hat der Racing-Bulls-Pilot allerdings "ständig vergessen"
Yuki Tsunoda hat im Freien Training den Straight Mode vergessen
Foto: LAT Images
Auch beim Großen Preis von Italien in Monza darf Yuki Tsunoda noch einmal für Racing Bulls ins Lenkrad greifen, weil Isack Hadjar weiterhin ausfällt und bei Red Bull durch Liam Lawson ersetzt wird. Anders als vor zwei Wochen, als Tsunoda die Nachricht überraschend erhielt, kam der erneute Einsatz nicht unerwartet.
Und trotzdem tat sich der Racing-Bulls-Pilot am Freitag in Monza nicht ganz so leicht wie erhofft. "Es ist definitiv ein Kampf, besonders im ersten freien Training, aber das lag eher an vielen Dingen, die insgesamt ziemlich chaotisch waren", resümiert der Japaner, der am Ende den zwölften Platz belegte.
Die größte Herausforderung für Tsunoda ist allerdings das neue Formel-1-Reglement, das im Vergleich zum Vorjahr einige Anpassungen erfordert: Das bisherige DRS-System wurde in diesem Jahr durch den sogenannten "Straight Mode" (SM) ersetzt.
Und damit tut sich der Ersatzpilot besonders schwer. "Wir haben mehr Aktivierungspunkte für das DRS-Äquivalent als im letzten Jahr", erinnert Tsunoda. "Und ich vergesse ständig, dieses System vor Kurve 11 zu nutzen. Ich dachte mir: 'Oh, warum verliere ich so viel Rundenzeit?' - bis mir auffiel: 'Ach ja, ich benutze das System ja gar nicht.'"
Tsunoda gibt zu: "Macht mir durchaus zu schaffen"
Monza verfügt in diesem Jahr über vier SM-Zonen, die mit den neuen Boliden unbedingt genutzt werden müssen, um den Luftwiderstand zu verringern und zu verhindern, dass auf den langen Geraden die Energie zur Neige geht. Anders als Zandvoort, wo Tsunoda einen starken Eindruck hinterließ, zählt Monza zu den "energiearmen" Strecken.
"Solche Dinge machen mir also durchaus zu schaffen", räumt der Japaner am Freitag ein. "Es gibt da gewisse Herausforderungen beim Übergang vom letzten zum aktuellen Jahr." Immerhin: Im zweiten freien Training nutzte Tsunoda das System an allen erlaubten Stellen und erwies sich damit als überraschend konkurrenzfähig.
"Insgesamt lief es im zweiten Training schon etwas besser zusammen", freute sich der Racing-Bulls-Pilot, der in der zweiten Session den zehnten Platz belegte, knapp hinter Max Verstappen. "Das Ergebnis war ordentlich, auch weil wir nun wissen, wo wir uns noch verbessern können."
"Vertrauen in das Auto ist noch nicht riesig"
"Ich glaube, Arvid fühlt sich im Auto schon wohler, also gibt es für mich noch Luft nach oben." Teamkollege Arvid Lindblad war am Freitag allerdings nur rund eine Zehntelsekunde schneller als Tsunoda. "Das Vertrauen ins Auto ist noch nicht riesig, noch nicht bei 100 Prozent; ich muss also nach und nach mehr Leistung herausholen."
Nun richtet sich der Blick auf das Qualifying. "Es wird hitzig werden", sagt der Japaner mit einem Grinsen. Dass Tsunoda sowohl in Zandvoort als auch in Monza sofort schnell unterwegs war, spricht natürlich für seine Anpassungsfähigkeit, aber auch dafür, wie zugänglich das Auto der Racing Bulls ist.

Yuki Tsunoda springt auch in Monza als Ersatz bei Racing Bulls ein
Foto: Sutton Images
Der VCARB 03 scheint ein gut ausbalanciertes Auto zu sein, bei dem es relativ einfach ist, ein funktionierendes Set-up zu finden. "Es ist noch zu früh für ein Urteil, da es erst das zweite Rennen ist und ich nicht genau weiß, wie es im Vergleich zu anderen Autos abschneidet", meint der 26-Jährige.
Racing Bulls "weniger zickig" als Red Bull im Vorjahr
"Aber ich habe definitiv viel Unterstützung vom Team erhalten, und das Auto ist - so glaube ich - weniger 'zickig' als das, was ich im letzten Jahr erlebt habe." Damals kämpfte Tsunoda an der Seite von Verstappen darum, den Anschluss an seinen Teamkollegen zu finden.
Apropos Teamkollege: In Monza könnte der Windschatten im Qualifying zum entscheidenden Faktor werden. "Ich glaube, es wird chaotisch werden - in Q1, Q2 und wahrscheinlich auch in Q3", prognostiziert Tsunoda. "Aber ich schätze, das ist die übliche Geschichte in Monza - dieses Jahr wahrscheinlich noch etwas extremer."
"Wir brauchen dafür eine gute Strategie, aber so etwas lässt sich nur schwer vorhersagen", weiß der Racing-Bulls-Pilot, der trotzdem auf die Unterstützung seines Teamkollegen Lindblad hofft. "Ja, der Windschatten ist definitiv wichtig, und das beeinflusst alles. Es wird hitzig werden."
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.