Starke Performance in Imola: Williams erklärt Latifi-Aufschwung

Nicholas Latifi konnte in Imola in Q2 fahren und zuvor seinen Teamkollegen George Russell besiegen: Williams erklärt, woher der Aufschwung des Kanadiers kam

Starke Performance in Imola: Williams erklärt Latifi-Aufschwung

Nicholas Latifi erlebte im Qualifying von Imola seine wohl beste Performance in der Formel 1. Der Kanadier konnte in Q1 sogar seinen hochgelobten Teamkollegen George Russell schlagen und sich letzten Endes auf Platz 14 qualifizieren. Kapital daraus schlagen konnte er im Rennen durch seinen Unfall in Runde 1 zwar nicht, trotzdem hat man bei Williams die ansteigende Pace erkannt.

Laut Dave Robson, dem Leiter für Fahrzeug-Performance, soll eine Kombination aus Upgrades und fehlendem Wind für den Aufschwung Latifis verantwortlich gewesen sein: "Wir hatten hier ein paar neue Teile - der Unterboden ist zum Beispiel offensichtlich. Das hat das Auto etwas verbessert", sagt er.

"Die Reifen haben hier sehr gut funktioniert, und ich glaube, dass die ruhigeren Windbedingungen dem Auto auch geholfen haben. Und das hat wiederum den Reifen geholfen", so der Williams-Mann. "Alles war einfach etwas ruhiger und einfacher hier. Und da kommt die Rundenzeit her."

Durch das stabilere Auto habe auch Latifi etwas mehr Vertrauen ins Fahrzeug haben können. "Nicky braucht dieses Momentum am Wochenende. Das hatte er hier", sagt Robson. Zudem scheint Latifi in Imola gut zurechtzukommen. Auch im vergangenen Jahr sei er gut in das Wochenende gestartet. "Aus irgendeinem Grund fühlt er sich hier wohl."

Auch nachdem er im dritten Training abgeflogen war und sich den neuen Frontflügel ruiniert hatte, sei er danach schnell wieder auf Speed gewesen. "Das hat ihn überhaupt nicht gestört, weder in seinem Vertrauen ins Auto noch in seinem Kopf", so Robson. "Er hatte das gesamte Wochenende über ungeheure mentale Stärke und einen großartigen Ansatz."

Trotz der guten Performance blieb Williams in der Emilia-Romagna erneut ohne Punkte. George Russell lag in den Punkten, als er mit Valtteri Bottas kollidierte. Latifi war nach einem Dreher in der Startrunde mit Nikita Masepin aneinandergeraten und ein weiteres Mal abgeflogen.

"Eine kleine Fehleinschätzung hat zu dem Dreher geführt. Dann dachte er, dass er auf eine freie Strecke zurückfährt und das gesamte Feld schon vorbei wäre", sagt Robson. "Aber nach einem kleinen Kontakt mit dem Haas war er leider in der Mauer. Das passiert bei solchen Bedingungen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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