Starker Norris auf P5: "Weil ich so schnell gefahren bin!"

Hoffnungsschimmer für McLaren: Lando Norris reiht sich an einem für ihn starken Freitag in Katar in der Spitzengruppe ein - Daniel Ricciardo kämpft noch

Starker Norris auf P5: "Weil ich so schnell gefahren bin!"

Nach einem starken Freitag in Katar war Lando Norris zu Scherzen aufgelegt. Auf seinen fünften Platz im Training angesprochen, meinte der McLaren-Pilot mit Blick auf das Rezept für die Leistung: "Das war deshalb, weil ich so schnell gefahren bin!" Doch recht zügig schob er eine ernsthafte Antwort nach.

"Es war ein ziemlich guter Tag, wir haben die Balance des Autos direkt richtig erwischt. Wir dachten, dass wir hier mit ein paar mehr Problemen ankommen würden, allein aufgrund der Art der Strecke und der Kurven, die es hier gibt. Aber ich denke, wir hatten einen besseren Start, als wir dachten", sagt Norris.

Hinter die Aussagekraft der Zeiten auf einer komplett neuen Strecke muss natürlich noch ein Fragezeichen gesetzt werden, aber dass Norris beide Ferrari-Piloten deutlich hinter sich lassen konnte, dürfte ihm Mut machen. Carlos Sainz etwa war nur Zehnter, Charles Leclerc kam sogar nur auf den 13. Platz. McLaren muss in Katar auf Ferrari aufholen, sonst ist der dritte Platz in der Konstrukteurs-WM wohl weg.

Norris warnt vor Randsteinen

Zumindest die Pace auf eine schnelle Runde sei ganz "vernünftig", erklärt Norris. Wie es mit vollem Tank aussieht, das will er noch nicht abschließend bewerten. "Im ersten Training hatten wir ein paar Probleme, weshalb wir keinen Longrun versucht haben", sagt er. In der zweiten Session sah es dann schon etwas besser aus. Die Reifen hätten auch allesamt ganz gut funktioniert.

Norris gehörte im ersten Training zu den Opfern der Randsteine, auch er beschädigte sich wie einige andere Fahrer Teile des Unterbodens. Die Konfiguration der Kerbs sei dabei wie gewohnt. "Es ist ein normaler FIA-Randstein, den wir hier haben, aber er kann das Auto sehr leicht beschädigen, wie es bei mir heute Morgen der Fall war und auch bei anderen im zweiten Training. Das kann ziemlich kostspielig sein", mahnt er.

Grundsätzlich gab es viele Ausrutscher während der Trainingssessions, was laut Norris vor allem am Wind rund um die Strecke in Katar liege. "Es ist ziemlich windig. Bei den Geschwindigkeiten, die wir fahren, kann eine kleine Windböe einen großen Unterschied machen", sagt er.

Ricciardo hat noch Arbeit vor sich

Eine halbe Sekunde langsamer als Norris war dessen Teamkollege Daniel Ricciardo. Der Australier landete damit hinter beiden Ferraris. Das habe jedoch auch etwas mit der Herangehensweise an die Session zu tun gehabt.

"Am Abend war es nicht so schnell, aber wir haben ein paar Dinge aus dem ersten Training ausprobiert und sind vielleicht ein paar kleine Risiken eingegangen, um wenigstens zu wissen, wo wir vor dem morgigen Tag stehen", erklärt er, und betont, dass noch "einiges an Arbeit" vor ihm liege, auch mit Blick auf seinen eigenen Fahrstil.

Positiv sei ihm allerdings die Strecke aufgefallen. "Abgesehen von den Ergebnissen macht die Strecke ziemlich viel Spaß, besonders auf einer Runde. Sie ist ziemlich flüssig, schnell, einfach ziemlich gut", sagt er.

Bei der Vorbereitung auf den Samstag will Ricciardo sich auch ein bisschen was von Teamkollege Norris abschauen. Denn dieser habe gezeigt, was möglich ist. "Es ist nicht so, dass beide Autos ein bisschen daneben sind. Lando war dort vorne, also könnten wir etwas kopieren", erklärt Ricciardo, der vermutet, dass auch sein eher langsamer Longrun eher auf eine schlechtere Abstimmung zurückzuführen sei.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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