Start von ganz hinten: Unfall von Max Verstappen im Melbourne-Qualifying!
Max Verstappen flog bereits in der ersten Kurve seiner ersten schnellen Runde im Qualifying von Melbourne ab und muss damit von ganz hinten starten
Max Verstappens Qualifying war in Kurve 1 schon beendet
Foto: AFP
Paukenschlag im ersten Formel-1-Qualifying des Jahres 2026 in Melbourne (hier live im Ticker verfolgen): Max Verstappen flog auf seiner ersten schnellen Runde ab und schlug mit seinem Red Bull RB22 in die Streckenbegrenzung ein. Da der Niederländer bis dahin noch keine Zeit gesetzt hatte, wird er das Rennen am Sonntag von ganz hinten aus angehen müssen.
Verstappen hatte lange in der Garage gewartet, bis er zu seinem ersten Run herausgefahren war. Seine erste fliegende Runde dauerte jedoch nur wenige hundert Meter, denn beim Anbremsen zu Kurve 1 kam das Heck plötzlich rum und schleuderte den viermaligen Weltmeister ins Kiesbett, wo er in den Reifenstapel schlug.
"Das Auto hat einfach auf der Hinterachse verdammt blockiert", funkte Verstappen anschließend an sein Team. Nachsatz: "Fantastisch."
Für Ex-Rennfahrer und Sky-Experte Martin Brundle war das aber "kein Fahrfehler", wie er sagt: "Ich wollte gerade fragen: 'Wie oft sieht man Max Verstappen schon einen solch fundamentalen Fehler machen?' Er ist auf die Bremse gegangen, und dabei hat einfach die Hinterachse blockiert."
Verstappen selbst hatte kurz nach dem Qualifying "keine Ahnung, was da los war", wie er bei Sky entgegnet. "Ich habe angebremst und die Hinterachse hat dann voll blockiert", beschreibt er. "Ich habe noch nicht mit dem Team geredet, von daher ist das schwierig zu sagen."
"Ich bin einfach nur aufs Pedal getreten und die komplette Hinterachse hat sofort dichtgemacht. Das ist, besonders bei diesen Formel-1-Autos, extrem seltsam. Ich meine, so etwas habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt."
Mekies: Kein natürlicher Kontrollverlust
Auch das Team selbst hatte kurz nach dem Qualifying noch keine Erklärung: "Im Fernsehen sah das sehr plötzlich und heftig aus. Wir haben uns die Daten angesehen, und dort sieht es genauso aus wie auf den Bildern", sagt Teamchef Laurent Mekies bei Sky. "Wir müssen jetzt tief in die Analyse gehen, um genau zu verstehen, was da passiert ist."
"Aber eines ist sicher: Das sah nicht nach einem natürlichen Kontrollverlust aus. Wir werden uns das also ganz genau anschauen. Wichtig ist erst einmal, dass Max okay ist. Das ist momentan das Einzige, was zählt. Danach gehen wir die Daten Punkt für Punkt durch, und ich bin mir sicher, dass wir die Ursache vollständig klären werden."
Sorgen musste man sich nach dem Einschlag noch um Verstappens Hand machen, weil er sich diese beim Aussteigen hielt und auch schüttelte - er hatte die Hände beim Unfall am Lenkrad gelassen. Doch er gibt Entwarnung: "Alles gut, nichts gebrochen." Ansonsten blieb er bei dem Vorfall unverletzt.
Teamkollege fährt auf Rang drei
Das letzte Mal, dass Verstappen bereits in Q1 hängenblieb, ist übrigens nicht so lange her: In Sao Paulo im vergangenen Jahr war er bereits als 16. ausgeschieden.
Doch es gab auch positive Meldungen: Sein Teamkollege Isack Hadjar war mit Rang drei der bestplatzierte Fahrer hinter den dominanten Mercedes, sodass zumindest Potenzial im Auto zu sein scheint.
Außerdem wird er vermutlich zumindest nicht ganz hinten starten, denn mit Carlos Sainz (Williams) und Lance Stroll (Aston Martin) blieben auch zwei andere Piloten ohne gezeitete Runde im Qualifying. (ANZEIGE: Wer die Aufholjagd von Verstappen nicht verpassen will, der kann Sonntag um 5 Uhr bei Sky einschalten, wo alle Rennen live und ohne Werbeunterbrechung gezeigt werden.)
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