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Analyse

Startprobleme kaschieren alles: So überlegen ist Mercedes wirklich!

Enge Duelle täuschen: Mercedes dominiert die Formel 1 stärker als gedacht - 2026er-Vorsprung größer als die Dominanzen von Verstappen, Vettel und Schumacher

Startprobleme kaschieren alles: So überlegen ist Mercedes wirklich!

Der Mercedes W17 ist dominanter als ursprünglich angeommen

Foto: Getty Getty

Das Mercedes-Team hat die ersten drei Rennwochenenden der Formel-1-Saison 2026 komplett dominiert. Die Silberpfeile gewannen alle drei Hauptrennen inklusive des Sprints in China - doch einfach war es nicht immer. Vor allem Ferrari konnte zu Rennbeginn regelmäßig Druck ausüben und lieferte enge Duelle.

Ein Blick in die Daten zeigt jedoch ein klares Bild: Die Saison wirkt deutlich enger, als sie tatsächlich ist. Die Dominanz von Mercedes wird aktuell unterschätzt. Vor allem schwache Starts bringen die Konkurrenz überhaupt erst in Schlagdistanz - doch selbst dann kämpfen die Gegner letztlich mit stumpfen Waffen.

Nach den ersten drei Rennwochenenden ist Ferrari der engste Verfolger. Allerdings beträgt der Rückstand im Schnitt 0,56 Sekunden im Qualifying und 0,53 Sekunden pro Runde im Renntrimm. Damit liegt Ferrari nahezu auf dem gleichen Abstand zur Spitze wie im Vorjahr.

Mercedes-Pace 2026: Größte Dominanz eines Teams seit 10 Jahren

Ein Blick in die Vergangenheit verdeutlicht, wie außergewöhnlich dieser Vorsprung ist. 2025 verfügte McLaren über das dominierende Auto, lag im Schnitt jedoch nur 0,19 Sekunden vor Red Bull.

Auch 2023, als Max Verstappen 19 von 22 Rennen gewann, betrug der durchschnittliche Qualifying-Vorsprung von Red Bull auf Ferrari lediglich 0,19 Sekunden. Erst 2020 zeigen sich vergleichbare Abstände: Damals distanzierte Mercedes Red Bull um durchschnittlich 0,55 Sekunden.

Noch beeindruckender wird es beim Blick auf 2016: Auch damals dominierte Mercedes und lag im Schnitt 0,74 Sekunden vor Red Bull im Qualifying. Das ist der letzte Zeitpunkt, an dem ein Team einen größeren Vorsprung hatte als Mercedes aktuell.

Auch Vettel- und Schumacher-Dominanz nicht auf Mercedes-Niveau

Die wohl dominanteste Phase von Mercedes begann jedoch mit der Einführung der Hybridära. 2014 lag der durchschnittliche Vorsprung auf die zweite Kraft Red Bull bei 0,83 Sekunden - die größte Dominanz eines Teams seit der Jahrtausendwende.

Selbst die erfolgreichsten Dominanzphasen anderer Teams reichen nicht an diese Werte heran. Weder Red Bull in der Vettel-Ära von 2010 bis 2013 noch Ferrari in der Schumacher-Ära konnten vergleichbare Abstände erzielen.

Ferraris größter Vorsprung lag 2001 bei 0,37 Sekunden auf McLaren. Red Bulls Bestwert stammt aus dem Jahr 2010 mit 0,4 Sekunden Vorsprung auf Ferrari im Qualifying. Im Vergleich dazu bewegt sich Mercedes 2026 klar auf historischem Niveau.

Wiederholt sich die Hybridära?

Die Daten legen nahe, dass die aktuelle Mercedes-Dominanz historische Ausmaße erreicht - auch wenn das in den ersten Rennen nicht immer offensichtlich war. Enge Zweikämpfe und schwache Starts verzerren das Gesamtbild.

Hat Mercedes freie Fahrt, ist das Team derzeit kaum zu schlagen. Ferrari, McLaren und Red Bull fehlen die Mittel, um nachhaltig Druck auszuüben - sie kämpfen mit stumpfen Waffen. Die entscheidende Frage lautet daher: Wie schnell kann die Konkurrenz aufschließen?

Ein Blick zurück zeigt, dass es zu Beginn der Hybridära vier Jahre dauerte, bis ein Team Mercedes ernsthaft herausfordern konnte. Erst 2018 lag Ferrari im Schnitt nur noch 0,08 Sekunden zurück.

Allerdings sind die Voraussetzungen heute etwas anders: Der aktuelle Vorsprung ist zwar groß, aber kleiner als 2014. Zudem ermöglicht das Reglement - Stichwort ADUO - eine schnellere Annäherung der Konkurrenz beim Motor. Dennoch spricht aktuell vieles dafür, dass die Weltmeisterschaft 2026 nur über Mercedes führen wird.

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