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Steiner über Lambiase-Wechsel: McLaren setzt ein langfristiges Zeichen

Der Wechsel von Gianpiero Lambiase zu McLaren sorgt für Gesprächsstoff - Günther Steiner erwartet vom Italiener einen schnellen Abschied von Red Bull

Steiner über Lambiase-Wechsel: McLaren setzt ein langfristiges Zeichen

Lambiase wechselt zu McLaren

Foto: Getty Getty

McLaren hat sich mit der Verpflichtung von Gianpiero Lambiase einen prominenten Namen aus dem Red-Bull-Umfeld gesichert. Der langjährige Renningenieur von Max Verstappen wird spätestens 2028 als Chief Racing Officer zum Traditionsteam aus Woking wechseln und dort direkt Teamchef Andrea Stella unterstellt sein.

Lambiase ist seit Jahren eine zentrale Figur im Erfolgsteam rund um Verstappen und Red Bull. Sein Wechsel gilt daher als bedeutender strategischer Schritt für McLaren, das Team baut damit seine sportliche Führungsstruktur weiter aus.

Der ehemalige Haas-Teamchef Günther Steiner sieht den Wechsel als klares Signal für McLarens langfristige Planung. Im Podcast Drive to Wynn äußerte er sich zudem zur möglichen Übergangsphase von Lambiase bei Red Bull. "Ich denke, er wird Red Bull ziemlich bald verlassen, und vielleicht kann er sogar früher bei McLaren anfangen, aber sie werden ihn nicht hinhalten, und das ist natürlich auch ein Motivationsfaktor", sagte Steiner.

Gardening Leave für Lambiase

Gleichzeitig verwies er auf die schwierige Situation von Lambiase, der einen bestätigten Wechsel vor Augen hat. "Wenn man weiß, dass man woanders hingeht, ist das immer schwierig. Natürlich will man gute Arbeit leisten, aber ist dein Herz zu hundert Prozent dabei? Vielleicht nur zu 99 Prozent. Manchmal reicht das in der Formel 1 nicht aus, besonders in seiner aktuellen Position."

Steiner geht davon aus, dass Red Bull den Übergang pragmatisch lösen wird und Lambiase entweder frühzeitig freigibt oder in eine Freistellungsphase, die Gardenig Leave, schickt.

McLaren baut starkes Technik-Team auf

Neben Lambiase hat McLaren bereits weitere hochkarätige Verstärkungen aus der Konkurrenz verpflichtet. Unter anderem wechselte auch Will Courtenay, zuvor Leiter der Rennstrategie bei Red Bull, als Sportdirektor nach Woking. Steiner lobte insbesondere die langfristige Strategie des McLaren-Managements unter Zak Brown. "McLaren denkt langfristig, und das ist sehr klug, weil auch Will Courtenay von Red Bull dort ist, ein sehr guter Mann, und sie haben ein sehr starkes Team von Einzelpersonen."

Er hob hervor, dass McLaren gezielt erfahrene und ambitionierte Fachkräfte verpflichtet. "Sie holen sich erfahrene Leute, die aber noch jung genug sind, um den Antrieb zu haben, es durchzuziehen. Das sind keine Leute, die kurz vor der Rente stehen - nein, sie wollen noch Rennen fahren und gewinnen, also sehr, sehr klug."

Erfolgsphase zieht Top-Talente an

Aus Sicht Steiners spielt auch die sportliche Entwicklung von McLaren der vergangenen Jahre eine entscheidende Rolle bei den Personalentscheidungen. "McLaren hat in den letzten zwei Jahren gewonnen, und wenn man erfolgreich ist, möchte man bei dem Gewinnerteam arbeiten. So zieht man große Talente an."

Zudem betonte er den Unterschied zu weniger erfolgreichen Teams: "Wenn du siehst, dass dein eigenes Team nicht mehr das dominierende ist, wohin willst du dann gehen? Zum besten Team, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Sie sind nicht zu einem kleinen Team gegangen, sondern zu dem Team, das in den letzten zwei Jahren das beste war."

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