Steiner über rüde Formel-2-Aktionen von Masepin: "Da haben wir Arbeit vor uns"

Nikita Masepin machte sich mit seinen Aktionen in der Formel 2 keine Freunde, was Günther Steiner scherzhaft kommentiert: "Das passiert, wenn das Gehirn aussetzt"

Steiner über rüde Formel-2-Aktionen von Masepin: "Da haben wir Arbeit vor uns"

"Ich weiß nicht, ob Masepin eine Strafe bekommen hat, aber das war mit Sicherheit zu viel des Guten", sagt Daniel Ricciardo nach dem gestrigen Formel-2-Rennen in Sachir. Vor allem die letzten Rennrunden waren dem Australier mit Blick auf sein eigenes Formel-1-Rennen etwas zu wild. "Da wurde häufig mehr als einmal die Spur gewechselt." Und mitten drin: Neu-Haas-Pilot Nikita Masepin.

Der Russe bekam nach dem Hauptrennen der Formel 2 gleich zwei Fünf-Sekunden-Strafen aufgebrummt, weil er sich nach Ansicht der Sportkommissare regelwidrig verteidigt habe. Gleich mehrfach drängte er Konkurrenten fast in die Boxenmauer, in der letzten Runde schickte er Konkurrent Felipe Drugovich in Anfahrt auf Kurve 4 sogar in ein Styroporschild.

"Das passiert, wenn dein Gehirn aussetzt", sagt ein augenzwinkernder Haas-Teamchef Günther Steiner, auf den mit dem wilden Russen eine Menge Arbeit zuzukommen scheint. "Die einfachste Antwort wäre: 'Nein, ich habe das Formel-2-Rennen nicht gesehen'", sagt der Südtiroler - das wäre aber eine Lüge, wie er zugibt.

Auf die Aktionen seines zukünftigen Schützlings angesprochen, entgegnet er: "Er hat die Strafe bekommen. Das ist Teil des Lernprozesses und mit Sicherheit haben wir da Arbeit vor uns." Man müsse daraus lernen und schauen, dass solche Fehler in der Formel 1 nicht mehr vorkommen, betont er weiter.

Trotzdem hat er Verständnis: "Er hat ziemlich hart gekämpft und alles reingeworfen", lobt er den Kampfgeist von Masepin. "Solche Dinge passieren dann."

 

Wichtig war für ihn vor allem, dass Masepin seine Superlizenz unter Dach und Fach gebracht hat. Denn das hätte theoretisch noch schiefgehen können, wenn alles zusammengekommen wäre. "Das ist erst einmal ein Erfolg", sagt Steiner.

Denn die Superlizenzvorgaben sorgen bei der Verpflichtung eines neuen Fahrers laut ihm für zusätzliche Kopfschmerzen. "Als wir ihn geholt haben, gab es die kleine Chance, dass er es nicht schaffen würde", so Steiner. Trotzdem ging man ins Risiko, was letzten Endes auch nicht bestraft wurde.

"Ich war ziemlich zuversichtlich, dass er es mit seiner Vorerfahrung schaffen würde. Klar, hätte er einen Unfall gehabt und wäre länger ausgefallen, dann wäre es schwierig geworden. Aber man schaut auf die anderen Fahrer und wo sie sind und entscheidet dann, das kleine Risiko einzugehen", so der Haas-Teamchef. "Am Ende hat es geklappt, Gottseidank."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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