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Oscar Piastri ist in Baku zum ersten Mal seit fast zwei Jahren wieder aus einem Grand Prix ausgeschieden - Teamchef Andrea Stella macht sich deswegen keine Sorgen

Stella nimmt Piastri in Schutz: Auch Schumacher hat solche Fehler gemacht

Oscar Piastri kam in Baku erstmals seit 2023 bei einem Rennen nicht ins Ziel

Foto: Getty Images

In Baku erlebte Oscar Piastri das vielleicht schwierigste Wochenende seiner bisherigen Formel-1-Karriere. Der WM-Leader crashte zunächst im Qualifying und legte im Rennen einen Tag später zunächst einen Frühstart hin, bevor sein Wochenende wenige Kurven später nach einem weiteren Unfall endgültig vorbei war.

Diese Fehler seien "definitiv untypisch" gewesen, betont McLaren-Teamchef Andrea Stella, der daran erinnert, dass Piastri zuvor bei 44 Rennen in Folge die Zielflagge gesehen hatte. Der letzte Ausfall des Australiers vor Baku stammte noch vom US-Grand-Prix in Austin im Oktober 2023.

"Ich denke, Oscar war bisher der beständigste Fahrer in der Saison 2025", betont Stella daher, "und soweit ich das beurteilen kann, gibt es selbst bei mehrfachen Champions manchmal Wochenenden, an denen es nur ums Lernen geht."

Und genau so ein Wochenende sei Baku für Piastri gewesen. Beim Start zum Beispiel habe der Australier einfach zu viel gewollt, vermutet Stella und stellt klar: "Ich bin sicher, dass wir das jetzt gesehen haben und es nicht mehr sehen werden."

Stella sicher: Piastri spürt keinen Druck

Bei seinen Unfällen im Qualifying und im Rennen habe er den Grip derweil einfach falsch eingeschätzt, und das werde auf einer Strecke wie Baku sofort bestraft. Die These, dass Piastri im WM-Kampf langsam den Druck spüre, blockt Stella daher sofort ab.

"Das ist so ziemlich allen Champions passiert, selbst denen mit der besten Erfolgsbilanz", betont er und erklärt: "Selbst von einem der besten Fahrer in der Geschichte der Formel 1, wie Michael Schumacher, habe ich solche Zwischenfälle gesehen."

Stella stand von 2000 bis 2014 bei Ferrari unter Vertrag und arbeitete in dieser Zeit unter anderem mit "Schumi" zusammen, oder beispielsweise auch mit Fernando Alonso oder Kimi Räikkönen. Und selbst beim siebenmaligen Weltmeister kann sich Stella an schwierige Wochenenden erinnern.

In Schumachers Ferrari-Abschiedssaison 2006, in der Stella Performance-Ingenieur des Deutschen war, crashte der Rekordweltmeister beim Australien-Grand-Prix in Melbourne zum Beispiel ohne Fremdeinwirkung aus dem Rennen - wie Piastri in Baku.

Schlägt Piastri bereits in Singapur zurück?

"Ich denke, eine der größten Stärken von Oscar ist, wie schnell er lernt, wie schnell er sich verbessert und wie er gestärkt zurückkommen kann. Deshalb war er in jeder Kategorie so erfolgreich, und ich glaube, genau das wird auch in seiner Formel-1-Karriere passieren", betont Stella.

"Und wir werden es im weiteren Verlauf der Saison sehen", versichert der McLaren-Teamchef sieben Rennen vor Schluss. Zudem deutet Stella an, dass sich Piastri für sein bislang schlechtestes Wochenende des Jahres wohl den richtigen Zeitpunkt ausgesucht habe.

Denn: "Selbst ohne Probleme gab es nicht viele Punkte zu holen, wenn man von P9 startet", so Stella. Teamkollege Lando Norris wurde in Baku ebenfalls nur Siebter, weshalb Piastri mit einem Vorsprung von noch immer 25 Zählern in der WM zum nächsten Rennen nach Singapur reist.

Trotzdem kann sich der 24-Jährige ab jetzt vermutlich keine so schwachen Wochenenden wie in Aserbaidschan mehr erlauben. Laut Teamchef Andrea Stella wird es die mit großer Wahrscheinlichkeit aber auch nicht mehr geben.

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