Stella warnt: McLaren liegt noch immer hinter Mercedes und Ferrari
Oscar Piastri sammelte in Japan Führungskilometer und wurde am Ende Zweiter - Laut Andrea Stella spiegelt das Rennen aber nicht das wahre Kräfteverhältnis wider
Fällt McLaren schon beim nächsten Rennen wieder hinter Ferrari?
Foto: LAT Images
Der Große Preis von Japan war das bislang beste Saisonrennen von McLaren. Oscar Piastri übernahm nach dem Start die Führung, führte das Rennen bis zu seinem Boxenstopp an und beendete es schließlich auf Platz zwei hinter Kimi Antonelli im Mercedes.
Obwohl er damit beide Ferrari-Piloten und George Russell im zweiten Mercedes hinter sich lassen konnte, betont Andrea Stella, dass McLaren weiterhin nur die dritte Kraft in der Formel 1 sei. "Ich denke, dass Ferrari und Mercedes eine bessere Performance haben", so der Teamchef.
Zunächst einmal stellt Stella klar, dass man gegen das Mercedes-Werksteam im Hinblick auf die reine Pace auch weiterhin chancenlos sei. "Ich glaube, wenn die Mercedes einmal in Führung liegen, sind sie einfach nicht mehr einzuholen", betont er.
"Das haben wir bei Kimi gesehen, als er nach dem Safety-Car in Führung lag", so Stella. Der Italiener konnte sich nach der Safety-Car-Phase sofort von Piastri absetzen und gewann das Rennen schließlich mit 13,7 Sekunden Vorsprung.
McLaren versteht den Motor jetzt besser, ...
Zwar konnte Piastri Russell im anderen Mercedes zu Beginn des Rennens lange hinter sich halten. Doch das hing eher damit zusammen, dass das Überholen in Suzuka traditionell schwierig ist. Bei freier Fahrt war der W17 am Sonntag erneut das mit Abstand schnellste Auto.
Spannend ist, dass Stella McLaren aber nicht nur hinter dem Werksteam sieht, sondern weiterhin auch hinter Ferrari. Zwar sei man in Suzuka "auf Augenhöhe" mit der Scuderia gewesen, betont der Teamchef. Doch das bessere Auto habe weiterhin sein Ex-Team, glaubt Stella.
"Ich glaube, wir profitieren von einem Antrieb, der insgesamt wettbewerbsfähiger ist. HPP hat in dieser Hinsicht wirklich gute Arbeit geleistet, was die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit des Antriebs angeht", erklärt Stella.
"Wir können von der besseren Nutzung der Powerunit profitieren, wodurch wir im Qualifying näher dran waren. Ich glaube, dadurch konnten wir auch im Rennen näher an Ferrari und Mercedes herankommen", berichtet der Teamchef. Doch abseits des Motors sehe es weniger gut aus.
... aber verliert zu viel Zeit in den Kurven
"Wenn man sich die Overlays des Rennens ansieht, fällt auf, dass Ferrari in den Kurven nach wie vor einen gewissen Vorteil hat. Ihr Auto kann definitiv mehr Grip erzeugen als unseres", hat Stella beobachtet. McLaren habe in Japan also besser ausgesehen, als man eigentlich sei.
Der Italiener erklärt, dass der Asphalt in Suzuka generell viel Grip biete. "Ich glaube, das ist von Vorteil, wenn das Chassis keine besonders starke Leistung bringt", so Stella, der noch einen weiteren wichtigen Faktor nennt. Denn am Wochenende habe es auch kein Graining gegeben.
Das war in Australien und China noch anders. "Wir scheinen bei den Reifen etwas anfälliger für dieses Phänomen zu sein als Ferrari und Mercedes", hat Stella beobachtet. Daher sei man mit dem Resultat in Suzuka zwar zufrieden, müsse aber auch realistisch sein.
"An unserem Ziel ändert sich nichts. Wir müssen die Leistung des Chassis verbessern", betont Stella. Andernfalls könnte das gute Ergebnis in Suzuka lediglich ein Ausreißer gewesen sein.
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.