Stoffel Vandoorne: Alonso unbedingt schlagen zu wollen, wäre "falsch"

McLaren-Neuzugang Stoffel Vandoorne glaubt, dass es ein Fehler wäre, sich in seiner 1. Formel-1-Saison darauf zu konzentrieren, Fernando Alonso zu schlagen.

Stoffel Vandoorne: Alonso unbedingt schlagen zu wollen, wäre "falsch"
Stoffel Vandoorne, McLaren Test- und Reservefahrer
Stoffel Vandoorne, McLaren; Jenson Button, McLaren
Stoffel Vandoorne, McLaren-Testfahrer, mit Jost Capito, McLaren
Stoffel Vandoorne, McLaren F1 Team, im McLaren MP4/5 von Alain Prost aus der Saison 1989
Stoffel Vandoorne, McLaren Test- und Reservefahrer
Stoffel Vandoorne, McLaren Test- und Reservefahrer
Stoffel Vandoorne, McLaren F1
McLaren MP4-31 Honda in der Box
Stoffel Vandoorne, McLaren F1 Team, Testfahrer
Stoffel Vandoorne, McLaren F1 Team, Testfahrer
Stoffel Vandoorne, Testfahrer, McLaren F1 Team
Stoffel Vandoorne, Testfahrer, McLaren F1 Team
Stoffel Vandoorne, Testfahrer, McLaren, mit der Presse
Gruppenfoto: Fernando Alonso, Stoffel Vandoorne und Jenson Button mit den McLaren MP4-31 Honda und d
Stoffel Vandoorne, McLaren-Testfahrer
Ron Dennis, McLaren, mit Stoffel Vandoorne und Jenson Button
Stoffel Vandoorne, McLaren, Ersatzfahrer

Stoffel Vandoorne hat Jenson Button bei McLaren ersetzt und startet nach einer erfolgreichen Karriere in den Nachwuchsformeln und seinem Debüt beim Grand Prix von Bahrain im vergangenen Jahr in seine 1. volle Saison in der Formel 1.

Während das allgemeine Interesse sicher darauf liegen wird, wie er sich gegen Fernando Alonso schlägt, erklärt der Belgier, dass das nicht seine oberste Priorität sei.

"Ich verstehe mich gut mit Fernando", sagte Vandoorne in einem Exklusivinterview mit Motorsport.com.

"Natürlich konnte ich schon in den letzten beiden Jahren mit ihm arbeiten und sehen, wie er sich im Team verhält und das Team nach vorne bringt. Ich weiß ziemlich genau, wie er ist."

"Er ist ein sehr konkurrenzfähiger Fahrer und jeder kennt seine Fähigkeiten und denkt, dass er einer der besten ist. Also werde ich definitiv eine sehr gute Messlatte haben."

"Für mich wäre es aber falsch, mich nur auf Fernando zu konzentrieren. Ich denke, unser Hauptziel ist, McLaren wieder an die Spitze zu bringen und darauf werde ich mich konzentrieren."

"Ich selbst muss nur sicherstellen, dass ich aus jeder Situation das Beste mache, keine dummen Fehler mache und sichergehe, dass ich alle richtig mache."

"Wenn ich das tue, habe ich im allgemeinen ganz gute Ergebnisse. Das wird mein Hauptfokus sein."

Kein Extra-Druck

Sich mit Alonso messen zu müssen, wird unweigerlich dafür sorgen, dass Vandoorne die Aufmerksamkeit auf sich zieht, zusätzlichen Druck würde das aber nicht verursachen, betonte er.

"Ich denke, das ist in der Formel 1 ganz normal", sagte er. "Die Formel 1 war schon immer ein Umfeld, in dem viel Druck herrscht und es war schon immer eine Welt, in der du entweder Leistung bringst oder nicht. Ich sehe da keinen Unterschied."

"Ich musste in jeder Serie, in der ich angetreten bin, Leistung bringen, die Formel 1 ist natürlich ein weiterer Schritt nach oben. Dazu hat man jedes Wochenende die Presse da, die nach schlechten Rennen oder was auch immer Fragen stellt, also wird es immer so sein. Man weiß aber, dass man damit umgehen kann."

Er denkt auch, dass er alleine dadurch, dass er Alonso und Button bei der Arbeit beobachtet hat, schon viel gelernt hat.

"Für mich war das eine gute Position und ich habe beide Seiten der Garage gesehen, wie sie ihr Wochenende bis zum Rennen am Sonntag vorbereiten. Das ist etwas, mit dem ich selbst noch nicht so viel Erfahrung habe."

"Ich habe aber ein paar Ideen und Erwartungen und wie man es macht, nachdem ich die Chance hatte, mit ihnen zu arbeiten. Zu wissen, wie sie es tun, hat mit mehr Informationen geliefert."

McLarens Ziele

Obwohl Vandoorne durch seine Titel in der GP2 und der Formel Renault 2. gezeigt hat, dass er eines der vielversprechendsten jungen Talente ist, weiß er, dass seine Chancen als Rookie in der Formel 1 von der Konkurrenzfähigkeit des McLaren-Honda-Autos abhängen.

Nachdem noch immer nicht klar ist, inwieweit Honda bei seinem überarbeiteten Motor Fortschritte gemacht hat, sagt Vandoorne, dass es momentan noch zu schwierig sei, Vorhersagen für die kommende Saison zu machen.

"Ich habe bisher noch keine echten Erwartungen", sagte er. "Es ist schwierig für mich zu sagen, wo wir leistungsmäßig stehen werden und ich denke, das ist für alle mehr oder weniger gleich – sie wissen nicht genau, wo sie stehen."

"Natürlich gehen wir davon aus, dass die Top Teams um die vorderen Plätze kämpfen werden und das wird immer so sein. Wir wissen aber noch nicht, in welcher Reihenfolge."

"Ich selbst konzentriere mich nur auf das, was ich immer getan habe – sichergehen, dass ich keine Fehler mache, sichergehen, dass ich bei allen Prozessen und Prozeduren, durch die wir gehen müssen, auf dem Laufenden bin."

"Am wichtigsten ist für mich, dass ich zum Test in Barcelona komme und wir anfangen können, uns auf die Leistung zu konzentrieren und wir nicht all diese Fahrerdinge durchgehen müssen, die ich lernen sollte."

Schnelle Fortschritte

McLaren hat in den vergangenen Jahren vieles bei dem Arbeitsabläufen geändert und ist zuversichtlich, dass es nun eine Infrastruktur hat, das Beste aus den Chancen zu machen, die sich durch das neue Reglement in diesem Jahr bieten.

Vandoorne sagt, er habe bezüglich der Leitung im Simulator schnelle Fortschritte beim Team festgestellt – was für die anstehende Saison ein gutes Zeichen sein sollte.

"Besonders durch die neuen Regeln, man kommt jede Woche hin und es gibt neue Dinge – und neue Dinge, über die wir etwas lernen", sagte er.

"Über Weihnachten und in den letzten Wochen gab es Fortschritte und das waren schöne Fortschritte. Die Frage ist aber, wo positioniert man das im Vergleich zu den anderen Teams? Wir wissen es nicht und das ist etwas, worauf wir warten müssen, bis wir endlich auf der Strecke sind."

geteilte inhalte
kommentare
Teams diskutieren weiter über Kauf von Anteilen an der Formel 1

Vorheriger Artikel

Teams diskutieren weiter über Kauf von Anteilen an der Formel 1

Nächster Artikel

Kimi Räikkönen: Sinnlos, über die Formel 1 2017 zu spekulieren

Kimi Räikkönen: Sinnlos, über die Formel 1 2017 zu spekulieren
Kommentare laden