Stolzer Felipe Massa: Warum das Debüt von Pipo Massa so stark war
Sieg und Poleposition beim ersten Mal: Pipo Massa ließ die Konkurrenz alt aussehen - Papa Felipe litt an der Strecke mehr als zu seinen eigenen Zeiten
Pipo Massa siegt das erste Mal
Foto: Rafael Gagliano - Hyset
Als jüngster Fahrer im diesjährigen Starterfeld des Porsche-Cups erlebte Pipo Massa, der Sohn von Ex-Formel-1-Fahrer Felipe Massa, ein fast perfektes Wochenende: Poleposition und Sieg markierten den starken Auftakt seiner noch jungen Karriere im Automobilsport.
Nach mehreren Jahren im Kartsport vollzog Pipo zur Saison 2026 den Schritt in den Tourenwagensport und wählte den Porsche-Cup als Einstiegsserie. Dort tritt er in der Top-Klasse in der Rookie-Unterkategorie an. Die Erfahrungswerte mit dem aktuellen Arbeitsgerät, dem Porsche 911 GT3 Cup, waren im Vorfeld überschaubar: Ein Test in Interlagos im November sowie eine Session in Portimao im Januar mussten ausreichen. Erschwerend kam hinzu, dass die offiziellen Vorsaison-Tests größtenteils auf nasser Strecke stattfanden.
Dennoch lieferte der 16-jährige Youngster von Beginn an ab. Bereits im einzigen Freien Training am Freitag belegte er den zweiten Rang unter den Rookies. Am Samstag legte er nach: Erst die Poleposition, dann der Sieg am Nachmittag nach einem intensiven Schlagabtausch mit Jose Moura Neto, dem Champion der Porsche Endurance Challenge 2025.
Schnelle Entwicklung beim Debüt
Pipo zeigte bereits vor dem Rennen zufrieden mit den Fortschritten in Interlagos, sah aber in der Startphase die größte Hürde: "Ich denke, ich hatte einen guten Start. Ich bin rechts geblieben, habe mich im Senna-S außen gehalten und konnte so dem Chaos entgehen", analysierte er nach dem Lauf mit Blick auf das dichte Feld von 37 Fahrzeugen.
"Ich bin überglücklich. Wir hatten die Pole, wir haben gewonnen und konnten eine gute Pace gegenüber dem Zweitplatzierten halten. Das Safety-Car drei Runden vor Schluss hat es nochmal kompliziert gemacht, aber ich konnte die Führung verteidigen."
Papa Felipe: "Nervöser als im Qualifying"
Felipe Massa begleitete seinen Sohn die gesamte Woche über in Interlagos, überlässt die Rolle des Coaches jedoch dem Stock-Car-Pro-Series-Piloten Leo Reis. Statt in der Box zu bibbern, beobachtet der Vize-Weltmeister von 2008 das Geschehen lieber von verschiedenen Punkten an der Strecke, um gezielte Tipps zu Ideallinien und Bremspunkten zu geben.

Felipe Massa begleitete seinen Sohn bei dessen Abenteuer
Foto: circuitpics.de
"Ich war schon im Qualifying etwas nervös, aber nichts im Vergleich zum Rennen", gestand Massa. "Um Himmels Willen, das war hart! Aber er ist perfekt gefahren, hat seine Position gehalten und hart gekämpft. Als er überholt wurde, hat er direkt gekontert. Erstes Rennen, erster Sieg, erstes Qualifying, erste Pole - ich bin extrem stolz. Das Debüt ist mehr als geglückt."
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