Streit um Mercedes-Felgen: FIA wollte kein Diktator sein

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Streit um Mercedes-Felgen: FIA wollte kein Diktator sein
Autor:
Co-Autor: Franco Nugnes
26.03.2019, 17:24

Die FIA erklärte die umstrittene Felgenlösung von Mercedes 2018 für legal und wollte nicht diktatorisch gegen die Idee stimmen

Die FIA wollte im vergangenen Jahr kein "Diktator" sein und die kontroversen Felgenlösungen von Mercedes nicht verbieten, wie der Technikverantwortliche Nikolas Tombazis gegenüber 'Motorsport.com' nun zugibt. Die Silberpfeile hatten mit einer heiß diskutierten Idee rund um die Felgen im WM-Kampf für Aufsehen gesorgt.

Löcher in den Distanzscheiben ("Spacer") sollten dafür sorgen, dass heiße Luft aus dem Rad schneller nach außen dringt und der Gummi des Reifens weniger erhitzt wird. Weil allerdings ein Fragezeichen über der Legalität der Lösung stand, verzichtete Mercedes im WM-Duell mit Ferrari freiwillig auf seine Technologie - aus Angst vor einem Protest. Erst als der Titel feststand, setzte Mercedes die Felgen wieder ein.

Die Konkurrent witterte ein bewegliches aerodynamisches Teil - in der Formel 1 verboten -, doch die FIA ließ die Silberpfeile gewähren: "Wir hätten das ohne diktatorische Handlung nicht ändern können, weil es unserer Meinung nach den Regeln entsprach", sagt Tombazis.

Auch 2019 ist die Idee noch nicht verboten, weswegen Mercedes weiter daran gearbeitet hat. Allerdings sollen auch Ferrari und McLaren eigene Versionen getestet haben - und weitere Teams arbeiten an möglichen Lösungen. "Die Mercedes-Lösung war legal, und die Idee wurde von anderen aufgegriffen", verrät Tombazis. Er ist nicht überrascht, dass die Konkurrenz die Vorteile auslotet.

Glücklich ist er darüber aber nicht: Es eröffnet ein weiteres Feld für einen unnötigen Kostenkrieg. Der Fan hat von der Entwicklung auf jeden Falls nichts.

Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.

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