Sulayem fordert: Formel-1-Boliden sollen über 100 Kilo leichter werden
Mohammed bin Sulayem strebt im Zuge des nächsten Motorenreglements eine deutliche Gewichtsreduzierung der Formel-1-Autos an: Über 100 Kilo weniger?
Mohammed bin Sulayem hätte gerne wieder leichtere Autos
Foto: Getty Images
FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem würde sich wieder deutlich leichtere Autos wünschen und das Mindestgewicht gerne um mehr als 100 Kilogramm gegenüber dem aktuellen Reglement drücken: "Mein Ziel sind 630", sagt er in Bezug auf sein Wunschgewicht für Formel-1-Autos.
Die Gewichtsgrenze hatte sich in den vergangenen Jahren immer weiter nach oben geschoben und 2025 den bisherigen Rekord von 800 Kilogramm erreicht. Die komplexen Hybridsysteme und immer stärkere Sicherheitsanforderungen hatten dafür gesorgt, dass die Boliden mit der Zeit immer schwerer geworden sind.
2026 ist das Gewicht dank kleinerer Autos und schmalerer Reifen um 32 auf 768 Kilogramm gesunken, doch das reicht Sulayem noch nicht. "Jetzt würde ich gerne ein Auto sehen, ein absolut komplettes Auto, das weniger als 650 Kilogramm wiegt", betont er.
Einen solchen Wert bei gleichzeitiger Einhaltung moderner Sicherheitsstandards zu erreichen, würde eine enorme technische Herausforderung darstellen - immerhin sprechen wir hier von mehr als 100 Kilogramm.
Sulayem glaubt, dass eine vereinfachte Motorenformel dabei helfen könnte, dies zu ermöglichen, wobei künftige Reglements die Rolle elektrischer Komponenten in der Antriebseinheit reduzieren würden.
Das würde praktisch leichtere Batterien und einen geringeren Hybrid-Anteil als heute bedeuten, da der FIA-Präsident vorschlägt, dass die Elektrifizierung nur noch etwa zehn Prozent der Gesamtleistung ausmacht.
"Der V8 muss kommen", sagt er. "Man hat die Leistung des Verbrennungsmotors von vielleicht 760 PS, mit einem Elektrifizierungsanteil von zehn Prozent. Das würde für den Sound sorgen. Es wäre viel billiger. Und die Forschung und Entwicklung wäre weitaus günstiger. Als reiner Motor wäre er viel leichter, unterhaltsamer, und der Sound für die Zuschauer wäre wieder da."
Der FIA-Präsident argumentiert zudem, dass eine Rückkehr zu V8-Saugmotoren nicht auf Kosten der Umweltambitionen des Sports gehen würde, da die Formel 1 mit dem Reglement für 2026 auf vollständig nachhaltige Kraftstoffe umgestellt hat.
"Man hat die Teams. Man hat die finanzielle Stabilität des Rennsports. Und womit betreibt man es? Mit nachhaltigem Kraftstoff", sagt er. "Ich meine, ich sehe nicht, was wir dabei falsch machen könnten. Den Fans müssen wir einfach etwas bieten."
Diese Story teilen oder speichern
Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!
Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.