"Team darf stolz sein": Audi mit einem Auto zurück in den Top 10
In der Qualifikation zum Großen Preis von Japan stellt Audi einen Boliden in die Top 10 - doch auch Enttäuschung macht sich breit, denn das Potenzial für mehr war da
Das Potenzial für zwei Audi-Top-10-Platzierungen wäre vorhanden gewesen
Foto: LAT Images
Nach einer kurzen Abstinenz in China ist Audi wieder zurück in den Qualifying-Top-10. Gabriel Bortoleto stellte seinen Boliden in Suzuka auf Startplatz 9, Nico Hülkenberg scheiterte mit knapp drei Zehntelsekunden hingegen deutlich am Einzug in Q3. Für den Deutschen reichte es nur zu Startplatz 13 beim morgigen Großen Preis von Japan. (Zum Qualifying Bericht)
Dabei sah es in den Freien Trainings laut Hülkenberg zunächst "nicht verkehrt aus" - zweimal Platz 7 suggerierte Potenzial. "Es war ein bisschen Käse meinerseits", resümiert der Audi-Pilot nach der Qualifikation.
Er habe die beiden Runden einfach nicht sauber genug hinbekommen. Das Feld sei in Q2 "eng zusammengerückt". "Und das macht dann den Unterschied." Immerhin, das Gefühl im Auto sei positiv und der Audi "definitiv konkurrenzfähig". Für den Rennsonntag sieht der 38-Jährige dann durchaus einen Kampf mit Alpine, Red Bull und den Racing Bulls.
Bei Bortoleto hat es in Q3 "nicht mehr richtig Klick gemacht"
Mehr ausgerechnet hatte sich nach den Trainings auch Teamkollege Bortoleto. Nach dem Einzug ins Q3 war die Hoffnung da, "dass vielleicht was möglich wäre". Doch im Q3 habe es für den Brasilianer "einfach nicht mehr richtig Klick gemacht". Es gebe da "ein paar Dinge, die wir feintunen müssen".
Der Audi-Pilot sieht mit dieser Aussage jedoch nicht nur sein Team in der Pflicht. "Auch was diese ganze Energie-Sache betrifft: Wenn man schneller durch die Kurven fährt, muss man das irgendwie kompensieren. Das ist nicht einfach", so der 21-Jährige. "Ich arbeite auch an meinem Fahrstil, um dabei zu helfen, diese Dinge in den Griff zu bekommen."
Am Ende findet Bortoleto die passenden Worte, um die Leistung im Qualifying und das große Ganze um das frisch gestartete Werksteam einzuordnen. "Das gesamte Team darf stolz sein." "Ein Auto auf Platz neun zu stellen", sei lobenswert, zumal Hülkenberg im Rennen ebenfalls um Punkte kämpfen kann.
Zwiegespaltener Binotto
Genau dieses Lob bestätigt auch der Audi-Leiter, Mattia Binotto: "Es war bislang ein gutes Wochenende und wir sind zufrieden damit, wo wir aktuell stehen. Ich freue mich sehr, dass Gabi Q3 erreicht hat", so der Italiener.
Und dennoch, die guten Ergebnisse der vergangenen Auftritte des Werksteams schüren natürlich auch Erwartungen. Deshalb sei Binotto trotz des positiven Ergebnisses auf der einen Seite auch ein wenig enttäuscht, dass es Hülkenberg nicht ganz geschafft hat. "Er hatte das Potenzial dazu", so der Audi-Leiter.
Seine Runde sei zwar nicht perfekt gewesen, "aber trotzdem stark". Die positiven Vibes will er sich dann mit dem verpassten doppelten Einzug ins Q3 dennoch nicht nehmen lassen. "Die Abstände sind eng. Insgesamt sollten wir mit dem Resultat zufrieden sein."
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