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Teamchef bestätigt: Andy Cowell wechselt nicht zu Ferrari

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat bestätigt, dass der bisherige Mercedes-Motorenchef Andy Cowell nicht zum Formel-1-Team aus Maranello wechselt

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Teamchef bestätigt: Andy Cowell wechselt nicht zu Ferrari

Er hätte den Ferrari-Antrieben vielleicht den entscheidenden Schwung verleihen können. Doch aus seinem möglichen Wechsel von Brixworth nach Maranello wird nichts: Der bisherige Mercedes-Motorenchef Andy Cowell wird in naher Zukunft nicht für Ferrari arbeiten. Das hat Teamchef Mattia Binotto nun bestätigt.

"So weit ich informiert bin, arbeitet er derzeit noch immer für Mercedes", sagte Binotto. "Aber natürlich: Es gibt einige große Namen in der Formel 1. Ob jemand [davon] in Kürze zu Ferrari stößt? Das ist nicht der Fall."

Tatsächlich hat Cowell seine aktive Tätigkeit bei Mercedes zum 1. Juli 2020 niedergelegt und steht der Marke "bis Anfang 2021" noch in beratender Funktion zur Verfügung. Theoretisch aber wäre Cowell verfügbar. Allerdings, so hieß es bereits Ende August, soll er eine Ferrari-Offerte ausgeschlagen haben. Maranello steht also nicht auf seinem Reiseplan.

Wolff glaubt: Cowell hat genügend Angebote

Mercedes-Sportchef Toto Wolff aber glaubt, Cowell könnte durchaus bei einem Konkurrenzteam landen. "Er ist einer der besten Motorenmanager, die es gibt", meint Wolff im Gespräch mit der 'Gazzetta dello Sport'. "Es gibt Interesse an seiner Person."

Weiter sagte Wolff: "Nur er selbst kann entscheiden, was für ihn das Beste ist. Er wird sich die Zeit nehmen, die dafür erforderlich ist. Ich denke aber nicht, dass er allzu schnell woanders andocken wird. Bei seinen Erfolgen und Fähigkeiten als Führungsperson dürfte ihm die Welt jedoch zu Füßen liegen."

Er selbst habe die Zusammenarbeit mit Cowell immer geschätzt, meint Wolff. "Andy war ein sehr wichtiger Teil unseres Formel-1-Teams, indem er das Performance-Niveau ab 2014 immer wieder gesteigert hat. Als Mensch und Ingenieur ist er mir definitiv ans Herz gewachsen." Und jetzt habe Cowell eben "viele Optionen" für das nächste Kapitel.

Binotto: Ferrari braucht noch Zeit

Ob Ferrari noch immer unter den möglichen Anlaufstellen ist? Laut Binotto sieht sich das Formel-1-Traditionsteam zumindest weiter nach potenziellen Verstärkungen um.

Er erklärt: "Man darf nie selbstzufrieden sein. Wenn es also jemanden gibt, der unser Team zusätzlich verstärken kann, dann liegt es in unserer Verantwortung, uns damit zu beschäftigen und letztlich auch einen Deal zu schließen."

Andererseits laufe die im Sommer angestoßene Umstrukturierung auf technischer Ebene bisher gut ab, sagt Binotto. "Seither ist natürlich nur wenig Zeit vergangen und es braucht meist etwas mehr Zeit, bis sich eine Neuorganisation bemerkbar macht."

Er sei trotzdem "ziemlich zufrieden" mit der Veränderung bei Ferrari. "Die Leute übernehmen Verantwortung und verstehen, in welch dringlicher Situation wir uns befinden. Jeder arbeitet hart, ist fest entschlossen. Wir stehen zusammen, um Fortschritte mit dem Auto zu machen, damit wir bald konkurrenzfähiger werden."

Nach neun von 17 Rennen in der Formel-1-Saison 2020 belegt Ferrari nur den sechsten Platz unter zehn Teams in der Konstrukteurswertung.

Weitere Co-Autoren: Christian Nimmervoll. Mit Bildmaterial von LAT.

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