Eilmeldung

Formel 1

Teamchef: Die Formel 1 braucht einen unabhängigen Motorenhersteller

Red-Bull-Teamchef Christian Horner spricht sich aus Kostengründen für einen unabhängigen Motorenhersteller in der Formel 1 aus.

Jonathan Noble

Jonathan Noble

Bearbeitet: 03.11.2015, 17:22

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Nico Rosberg, Mercedes AMG F1 W06, führt nach dem Start vor Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W06

Jean Todt, FIA-Präsident, mit Christian Horner, Red Bull Racing, Teamchef

Dr. Helmut Marko, Red Bull Motorsport, Berater, mit Teamchef Christian Horner, Red Bull Racing

Daniel Ricciardo, Red Bull Racing RB11

Bernie Ecclestone, Formel-1-Chef

Daniil Kvyat, Red Bull Racing RB11

Daniil Kvyat, Red Bull Racing RB11

Daniil Kvyat, Red Bull Racing RB11

Bernie Ecclestone

Damit denkt Horner in eine ähnliche Richtung wie Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und FIA-Präsident Jean Todt. Das Duo will alsbald eine Ausschreibung starten, um einen neuen Motorenanbieter in die Formel 1 zu holen.

Sowohl Ecclestone als auch Todt halten das aktuelle Formel-1-Motorenformat mit 1,6-Liter-Turbomotoren samt Hybridtechnologie für nicht nachhaltig genug und zweifeln an der Langfristigkeit des Konzepts.

Was sagen die Teams?

Allerdings stößt der Vorstoß von Ecclestone und Todt bisher nur bedingt auf Gegenliebe. Teams wie Sauber sind nicht überzeugt davon, dass die Formel 1 zwei unterschiedliche Motorenformate verkraften kann.

Landet die Idee also alsbald im Papierkorb? Horner verneint. Er sagt: „Wenn nur eine gewisse Bereitschaft vorhanden wäre und genug Teams vor dem Bankrott stünden, dann wäre es nur logisch, 20 Millionen Euro bei den Motoren einzusparen.“

„Vielleicht“, so Horner weiter, „sind ja einige der kleineren Rennställe in der Formel-1-Saison 2017 gar nicht mehr dabei, wenn die Kosten auf dem aktuellen Niveau bleiben. Die Teams müssen also individuell eine Entscheidung treffen.“

„Allerdings beschweren sich alle über zu hohe Kosten. Ich wäre erstaunt, wenn die Idee daher keinen Anklang findet. Denn erstmals bietet sich uns die Gelegenheit, die Kosten massiv zu reduzieren“, meint der Red-Bull-Teamchef.

Das Red-Bull-Dilemma

Sein Rennstall steht voll und ganz hinter dem neuen Ansatz von Ecclestone und Todt. Kein Wunder: Derzeit hat Red Bull noch keinen Motorenpartner für 2016. Dem Team wäre also mit einem unabhängigen Hersteller prima gedient.

„Ich glaube, das ist ein ganz wichtiges Thema“, sagt Horner. „Die Formel 1 braucht einen unabhängigen Motorenlieferanten. Denn wenn du sonst keine Motoren findest, kannst du nicht antreten.“

„Es gibt keine Regel, wonach ein Motorenhersteller Motoren zur Verfügung stellen muss. Vom Preisangebot mal ganz abgesehen. Das zeigt sich ja derzeit anhand unserer Situation.“

„Deshalb“, so Horner, „wäre es wichtig für die Formel 1, einen konkurrenzfähigen und ökonomischen Motor eines unabhängigen Herstellers im Feld zu haben. Und wenn es nicht mit den aktuellen Motoren geht, dann braucht es eben einen neuen Lieferanten.“

Wir wollen Deine Meinung!

Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?

An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen

- Das Motorsport.com-Team

Weiterlesen :

Diese Story teilen oder speichern

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Vorheriger Artikel Red Bull: Rettung durch umbenannte Renault-Motoren?

Nächster Artikel Analyse: Warum Susie Wolffs Aus nicht das Ende der Formel-1-Frauen ist

Mehr von

Jonathan Noble



Martin Brundle vom britischen König zum OBE ernannt

Formel 1

Formel 1 31.12.2024

Martin Brundle vom britischen König zum OBE ernannt



Modern statt old-school: So will Aston Martin das Ruder herumreißen

Formel 1

Formel 1 23.12.2024

Modern statt old-school: So will Aston Martin das Ruder herumreißen



Ferrari-Präsentation 2025: Launch des neuen Autos nach F1-Season-Kickoff

Formel 1

Formel 1 19.12.2024

Ferrari-Präsentation 2025: Launch des neuen Autos nach F1-Season-Kickoff

Mehr von

Red Bull



Wie unterscheidet sich Mekies' Führung bei Red Bull von jener Horners?

Formel 1

Formel 1 1 T.

Wie unterscheidet sich Mekies' Führung bei Red Bull von jener Horners?



Horner witzelt über Steiner: Hat nie ein Formel-1-Podium erreicht!

Formel 1

Formel 1 2 T.

Horner witzelt über Steiner: Hat nie ein Formel-1-Podium erreicht!



Übersicht: Die Fahrer und Teams der Formel-1-Saison 2027

Formel 1

Formel 1 2 T.

Übersicht: Die Fahrer und Teams der Formel-1-Saison 2027

Aktuelle News



WEC 2027: Updates zu Herstellern, Teams und Fahrern

WEC

WEC WEC 26 Min.

WEC 2027: Updates zu Herstellern, Teams und Fahrern



GTWC Europe Portimao: Alle Infos zum Finalrennen mit Max Verstappen

GTWC Endurance

GTWC GTWC Endurance 2 h

GTWC Europe Portimao: Alle Infos zum Finalrennen mit Max Verstappen



WEC Barcelona 2026: Genesis holt erste Poleposition der Teamgeschichte

WEC

WEC WEC

6h Barcelona

2 h

WEC Barcelona 2026: Genesis holt erste Poleposition der Teamgeschichte



Leclerc erklärt: Warum die 2026er-Regeln seinen Fahrstil ausbremsen

Formel 1

F1 Formel 1 3 h

Leclerc erklärt: Warum die 2026er-Regeln seinen Fahrstil ausbremsen

Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!

Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.

Du hast 2 Optionen:

Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!

Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden

Benachrichtigungs-Einstellungen

Registrieren