Teamchef: Entwicklung in der Formel 1 2017 mit Siebenmeilenstiefeln

Aufgrund der Einführung eines neuen Reglements zur Formel-1-Saison 2017 rechnet der stellvertretende Teamchef von Force India, Robert Fernley, mit einer rasanten Entwicklung der Fahrzeuge zu Jahresbeginn.

Man dürfe die Ingenieure und Techniker der Formel 1 nämlich keinesfalls unterschätzen, meint er im Gespräch mit Motorsport.com.

"Die Entwicklungsgeschwindigkeit wird phänomenal sein. Ganz besonders in den ersten 3 bis 4 Monaten der Saison."

Doch bis zum Beginn der Testfahrten wisse niemand, ob jemand durch die neuen Regeln einen Vorteil gewonnen hat oder nicht.

"Erst die Präsentation der einzelnen Fahrzeuge wird uns einen Eindruck davon verschaffen, wer welche Richtung eingeschlagen hat", sagt Fernley. "Solange wir nicht wissen, was die Konkurrenz gemacht hat, ist die Situation schwer einzuschätzen."

Fest stehe allerdings, dass die großen Teams einmal mehr bessere Voraussetzungen hätten. "Ihr Vorteil besteht darin, Upgrades viel schneller ans Auto zu bringen. Da sind Privatteams einfach im Nachteil", erklärt Fernley.

Force India sieht sich weiter in der Verfolgerrolle

Er sei dennoch "sehr optimistisch" für die Formel-1-Saison 2017. Seine Mannschaft habe die technische Kompetenz von Force India schließlich schon 2016 unter Beweis gestellt. Der 4. Platz in der Konstrukteurswertung hinter Mercedes, Red Bull Racing und Ferrari unterstreiche das Know-how im Rennstall aus Silverstone.

"Unser Technikteam ist sehr gut. Ich sehe keinen Grund, warum sie nicht auch 2017 klasse Arbeit leisten können. Die Zuversicht ist da, dass sie wieder ein gutes Design entwickeln werden."

Man dürfe sich in jedem Fall wieder auf einen engen Kampf hinter der Spitzengruppe einstellen. "Teams wie Williams, McLaren, Force India und wahrscheinlich Toro Rosso werden sich wohl um den 4. Platz streiten", meint Fernley.

"Je nach dem, wie die großen 3 Teams das neue Reglement umsetzen – wenn ein Rennstall danebengreift, dann findet sich diese Mannschaft vielleicht auch in dieser Gruppe wieder."

Als positiv wertet Fernley darüber hinaus die Einschränkungen in der Nutzung von Windkanal und Designsoftware-Lösungen. "Damit haben wir das gleiche Spielfeld, zumindest ein so gleichmäßiges wie noch nie."

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