Historie
Formel 1
Vor 32 Jahren: Manfred Winkelhock stirbt nach Unfall
Am 12. August 1985 erlag der deutsche Rennfahrer Manfred Winkelhock nach einem schweren Unfall seinen Verletzungen. Er wurde nur 33 Jahre alt.

Stefan Ehlen
Bearbeitet: 12.08.2017, 21:48
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Toronto, 12. August 1985: Einen Tag nach dem fürchterlichen Unfall wurde es traurige Gewissheit. Manfred Winkelhock hat seinen Sportwagen-Crash in Mosport nicht überlebt.
Am 11. August war Winkelhock mit dem 600 PS starken Kremer-Porsche 962, den er sich in Kanada mit Marc Surer teilte, in der schnellen Kurve 2 mit über 200 km/h abgeflogen und hart in die Streckenbegrenzungsmauer eingeschlagen – vermutlich in Folge eines technischen Defekts, doch die Unfallursache wurde nie restlos geklärt.
Der Unfall und dessen Folgen waren so gewaltig, dass Winkelhock erst nach rund einer halben Stunde bewusstlos aus dem Wrack geborgen wurde. Eine Notoperation in Toronto zog sich über mehrere Stunden hin, doch der 33-jährige Winkelhock erwachte nicht mehr aus seinem Koma und starb.
Deutschland verlor ein vielversprechendes Motorsport-Talent. Denn Winkelhock hatte sich sowohl im Tourenwagen als auch im Sportwagen und im Formelauto einen Namen gemacht. Gleich sein 2. Formel-1-Rennen für ATS in Rio de Janeiro hatte er als 5. in den Punkterängen beendet.
Bei 3 Teilnahmen an den 24h Le Mans hatte er 1979 den 6. Platz für BMW erzielt und war 1985 beim 1.000-Kilometer-Rennen der Sportwagen-WM in Monza für Porsche zu seinem letzten großen Sieg gefahren.
Mit Glück war Winkelhock 1980 bei einem schweren Unfall auf der Nürburgring-Nordschleife nahezu unverletzt davongekommen, als sich sein March 802 in der Formel 2 spektakulär überschlagen hatte. In Mosport verließ ihn jedoch das Glück.
Für den deutschen Motorsport war dies der Auftakt zum "schwarzen Sommer" von 1985. Denn wenige Wochen nach Winkelhock verunglückte auch der 27-jährige Stefan Bellof tödlich – ebenfalls in einem Porsche-Sportwagen, aber in Spa-Francorchamps.
Winkelhocks Bruder Joachim Winkelhock avancierte in den 1990er-Jahren zu einem Publikumsliebling der originalen DTM, ehe Winkelhocks Sohn Markus Winkelhock die Motorsport-Karriere der Familie fortsetzte und ebenfalls in der DTM sowie erfolgreich bei Sportwagen-Rennen startete.
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