Toro Rosso & Daniil Kwjat: Bekanntgabe für Samstag geplant

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Toro Rosso & Daniil Kwjat: Bekanntgabe für Samstag geplant
Autor: Christian Nimmervoll
29.09.2018, 04:56

Daniil Kwjat soll vor seinem Heim-Grand-Prix in Russland als erster Toro-Rosso-Fahrer für 2019 bestätigt werden - Brendon Hartley hofft sein Teamkollege zu werden

Laut Informationen von 'Motorsport.com' wird die Rückkehr von Daniil Kwjat zu seinem ehemaligen Team Toro Rosso am Qualifying-Samstag des Grand Prix von Russland in Sotschi bekannt gegeben. Ausgerechnet an dem Ort also, wo 2016 nach einer Doppel-Kollision mit Sebastian Vettel sein rasanter Abstieg begonnen hat.

Verschiedenen Paddock-Insidern zufolge wurde Kwjats Comeback bereits am Monza-Wochenende fixiert. Dass er das Cockpit von Brendon Hartley noch während der laufenden Saison übernimmt, gilt aber als unwahrscheinlich. Auch wenn es in der Geschichte von Toro Rosso nicht das erste Mal wäre, dass ein Fahrerwechsel auf diese Weise vorgezogen wird.

Kwjat steht aber bei Ferrari bis Jahresende unter Vertrag, sodass sich diese Frage gar nicht stellt. Geklärt werden müssen dafür andere Details. Zum Beispiel eine etwaige Unterstützung durch das Mineralölunternehmen Lukoil. Lukoil hat den heute 24-Jährigen bereits im Kartsport und in der Formel BMW unterstützt - und möchte sich jetzt wieder engagieren.

Ein Zustandekommen des Lukoil-Deals ist zwar keine Voraussetzung für Kwjats Comeback, das ohnehin bereits besiegelt ist; wäre aber sowohl für Toro Rosso als auch für den russischen Fahrer ein nettes Bonbon obendrauf.

Wer Kwjats Teamkollege wird, entzieht sich indes noch unserer Kenntnis. Während vieles darauf hindeutet, dass der ehemalige Mercedes-Junior Pascal Wehrlein seine Chance auf ein Comeback bekommen könnte, glaubt der wegen moderater Leistungen in die Kritik geratene Hartley weiterhin, dass er gute Chancen hat, 2019 eine Saison dranzuhängen.

"Ich habe einen langfristigen Vertrag", sagt er - verschweigt dabei aber, dass Red-Bull-Fahrerverträge in der Regel so ausgelegt sind, dass Red Bull bestimmen kann, ob und wo die Fahrer tatsächlich fahren. Dass in dieser Hinsicht für Hartley eine Ausnahmeregelung gefunden wurde, ist von außen betrachtet unwahrscheinlich. Aber nicht ausgeschlossen.

"Die Dinge können sich ändern", räumt Hartley ein, "und ich konzentriere mich nur darauf, besser zu werden. Die letzten fünf, sechs Rennen war ich stark, auch wenn die Ergebnisse nicht da waren. Aber ich steigere mich mit jedem Rennen und arbeite gut mit dem Team zusammen."

Das klingt ein bisschen nach Verzweiflung - so, als würde er jemanden davon überzeugen wollen, noch nicht Schluss zu machen, obwohl er längst spürt, dass die Beziehung keine Zukunft hat. Das mag zu viel in Hartley Worte interpretiert zu sein. Aber zu sagen, dass Toro Rosso über Alternativen nachdenkt, ist sicherlich faktisch richtig.

"Das Beste, was ich jetzt tun kann, ist, mich darauf konzentrieren, was ich im und außerhalb des Autos kontrollieren kann", sagt der 28-Jährige. "Zu viel nachzudenken bringt mir nichts."

Und er tröstet sich damit, dass die, die für die Entscheidung wichtig sind, nicht nur auf das Ergebnis schauen: "In Singapur zum Beispiel lag ich vor Pierre, bis die Teamorder kam und die Entscheidung für noch einen Boxenstopp. Ich bekomme vor Saisonende sicher noch einmal die Möglichkeit, mich zu beweisen."

"Ich fühle mich bereit für die Herausforderung, bereit für ein gutes Ergebnis."

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