Toro Rosso: Neue Aerodynamik funktioniert gut

Toro Rosso hat bei den ersten beiden Freien Trainings in Bahrain am Fahrzeug von Pierre Gasly neue Aerodynamik-Teile angebracht – Die Leistungen machen dem Team Mut

Pierre Gasly blickt auf ein erfolgreiches Formel-1-Training am Freitag zurück. In beiden Sitzungen landete der junge Franzose in den Top 10. Grund dafür sind die neuen Aerodynamik-Teile, die Toro Rosso an seinem Auto getestet hat. Brendon Hartley war hingegen mit denselben Komponenten wie in Australien unterwegs. Der Neuseeländer lag in beiden Trainings abgeschlagen hinten. Am Samstag soll aber auch er die neuen Teile an seinem Boliden montiert bekommen.

"Wir haben einige neue Aero-Komponenten mitgebracht", erklärt Toro-Rosso-Renningenieur Jonathan Eddolls. "Es ist ein neues Paket, das wir an Pierres Auto angebracht haben. Brendon musste noch mit der alten Spezifikation starten." Die neuen Teile hätten gut funktioniert, so der Ingenieur weiter. Der Unterschied zwischen Gasly und Hartley würde das untermauern. "Unsere Mitarbeiter in der Aeroabteilung haben einen guten Job gemacht."

Gasly landete im ersten Training auf Platz sieben. Ihm fehlten 1,719 Sekunden auf Daniel Ricciardo, der die schnellste Runde (1:31,060 Minuten) fuhr. Für Hartley reichte es nur für Rang 16. Er war ganze 0,718 Sekunden langsamer als sein Teamkollege. Im zweiten Training bot sich ein ähnliches Bild. Pierre Galsy landete mit Position acht wieder in den Top 10. Diesmal fehlten ihn nur 1,415 Sekunden auf den führenden Kimi Räikkönen (1:29,817 Minuten). Hartley war der langsamste Pilot der Sitzung. Ihn trennten 1,676 Sekunden von dem Franzosen.

"Es war ein toller Tag", freut sich Gasly. "Ich habe mich im Auto sehr wohlgefühlt. Seit der ersten Runde des Trainings war das Auto sehr schnell. Das Team arbeitet sehr gut und wir gehen in die richtige Richtung." Jedoch tritt der junge Rennfahrer auch auf die Euphoriebremse. Es sei nur das Training gewesen, weshalb man die Ergebnisse nicht überbewerten dürfe. Wegen des Qualifying würden die Teams ihr wahres Tempo noch verstecken. Gasly hofft, im Zeittraining in die Top 10 fahren zu können.

Gasly spielt außerdem den Einfluss der neuen Teile herunter. Er glaubt, dass die Strecke ein wichtigerer Faktor für die guten Leistungen sei. "Die neuen Teile machen ungefähr ein halbes Zehntel aus", so der Franzose. "Der Unterschied ist klein. Weil es aber so eng zugeht, nehme ich diesen Vorteil gerne mit. Ich denke, dass die Strecke der größere Einflussfaktor ist." Die langsamen Passagen würden dem Toro-Rosso-Boliden entgegen kommen. Außerdem habe das Team seit Melbourne an der Philosophie des Setups geschraubt. Das trage in Bahrain Früchte. "Der Longrun sah auch gut aus", fügt Gasly hinzu, der mit der Balance des Autos sehr zufrieden ist.

Bildergalerie: Pierre Gasly in Bahrain

Trotz der Ergebnisse ist Hartley mit seinen Trainingssitzungen zufrieden. "Wir haben einige Updates an Pierres Auto getestet", so der Neuseeländer. "Ich darf sie im dritten Training ausprobieren. Es scheint, als sei er wettbewerbsfähig." Während er mit den Stints auf den Mediumreifen sehr zufrieden war, konnte Hartley auf supersoften Pneus keine einzige schnelle Runde hinlegen. "Ich konnte nicht zeigen, wo ich wirklich stehe", sagt er. "Es sieht aber so aus, als hätten wir seit Melbourne einen Schritt nach vorne gemacht – vor allem mit den Updates an Pierres Auto."

Hartley ist sich sicher, dass Toro Rosso in Bahrain deutlich besser dastehen wird als in Melbourne. Auf die Frage, ob nur ein Paket der neuen Updates zur Verfügung steht, antwortet er: "Nein, wir haben sogar drei Sets hier. Eins mit den neuen Aeroteilen, die Pierre getestet hat und zwei Rennpakete."

 

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Veranstaltung Sachir
Rennstrecke Bahrain International Circuit
Fahrer Brendon Hartley , Pierre Gasly
Teams Toro Rosso
Artikelsorte Analyse
Tags bahrain, brendon hartley, f1, formel 1, pierre gasly, training