Toro Rosso würde mit Ferrari-Vorjahresmotoren fahren

Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost kann sich vorstellen, seinen Rennstall im nächsten Jahr mit 2015er-Kundenmotoren von Ferrari antreten zu lassen.

„Wir würden das akzeptieren. Denn für uns wäre es ein Schritt nach vorn“, wird Tost von der offiziellen Formel-1-Webseite zitiert.

Der Teamchef betont aber auch: „Toro Rosso befindet sich in einer anderen Situation als Red Bull Racing. Ihre DNS ist, um Siege und Titel zu kämpfen. Deshalb verlangen sie nach dem gleichen Material, wie es Ferrari 2016 einsetzen wird.“

In jedem Fall ist das Schicksal von Toro Rosso eng mit dem von Schwesterteam Red Bull verbunden. Denn sollte Red Bull keinen Motorenpartner für 2016 finden, droht auch Toro Rosso das Formel-1-Aus.

„Wenn Dietrich Mateschitz die Entscheidung trifft, sich aus der Formel 1 zurückzuziehen, dann geht bei beiden Rennställen das Licht aus“, meint Tost.

Ein mögliches Szenario wäre jedoch, dass Renault für ein weiteres Jahr Motoren an Red Bull liefert, während Toro Rosso – wie früher – Ferrari-Kundenteam wird.

Der Ball liege aber zweifelsfrei nicht bei Ferrari, sagt Tost. „Sie treffen nicht die finale Entscheidung. Das ist Herrn Mateschitz vorbehalten. Wir müssen einfach abwarten, wie er sich entscheidet.“

Red Bull hatte die Motorenverträge mit Renault für Red Bull Racing und Toro Rosso vor einigen Wochen vorzeitig aufgekündigt. Nach Absagen von Mercedes und Honda sind Ferrari und Renault die einzigen realistischen Partner für 2016.

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