Tost: Baku-Wochenende war Tsunodas bisher vollständigste Leistung

AlphaTauri-Teamchef Franz Tost lobt Yuki Tsunodas Fahrt in Baku und sieht eine Steigerung beim Formel-1-Rookie - Der Japaner spart derweil nicht mit Selbstkritik

Tost: Baku-Wochenende war Tsunodas bisher vollständigste Leistung

Beim Grand Prix von Aiserbaidschan gelang Formel-1-Rookie Yuki Tsunoda zum zweiten Mal in dieser Saison der Sprung in die Top 10. Nach dem neunten Platz beim Auftaktrennen in Bahrain erzielte der AlphaTauri-Pilot in Baku mit Rang sieben sein bisher bestes Ergebnis in der Königsklasse.

Teamchef Franz Tost ist zufrieden. "Yuki hat einen fantastischen Job gemacht. Okay, er hatte am Samstag den kleinen Zwischenfall, aber das war im Q3 und kann passieren. Das passiert auch erfahreneren Piloten", spricht er Tsunodas Unfall im Qualifying an, der zu einem vorzeitigen Abbruch geführt hatte.

Aus seinem ersten Q3-Einzug konnte der Japaner folglich nicht das Optimum herausholen. "Ich hatte gemischte Gefühle", gibt er zu. "Natürlich habe ich mein Bestes gegeben, und ich bin in die Mauer gefahren, also bereue ich nichts. Aber trotzdem hatte das Auto ein gutes Potenzial, um in einer guten Position zu starten."

Tsunoda ärgert sich über Rennneustart

"Insgesamt war es im Vergleich zu den vorherigen Rennen ein wirklich guter Schritt, würde ich sagen. Aber ich muss die Dinge noch genauer zusammenfügen, um bessere Ergebnisse zu erzielen", zeigt sich der Rookie selbstkritisch.

"Bis zur roten Flagge war ich mit meiner Leistung zufrieden, nach der roten Flagge habe ich zwei Positionen verloren. Ich habe getan, was ich tun konnte. Ich habe mein Bestes versucht, meine Position zu halten oder eine Position zu gewinnen. Ich muss mir überlegen, wie ich solche Situationen künftig besser bewältige."

Tost ist sicher, dass sich das mit der Zeit ergeben wird. "Im Rennen war seine Pace manchmal unglaublich", lobt er Tsunoda. "Er ist auf einem sehr guten Weg und ich denke, dass er auch in der zweiten Saisonhälfte, wenn er etwas erfahrener wird, einige gute Ergebnisse einfahren wird, vor allem auf Rennstrecken, die er kennt."

Tost: "War eine fantastische Show von ihm"

Im Vergleich der bisherigen sechs Saisonrennen sei Baku Tsnuodas vollständigste Leistung. "Für mich, ja. Denn er hat sich sehr verbessert. Wir dürfen nicht vergessen, dass es sein erstes Mal in Baku war", betont der AlphaTauri-Teamchef.

"Natürlich hat er in Bahrain Punkte geholt, als er Neunter wurde. Aber er kannte die Strecke recht gut aus der Formel 2. Dann haben wir dort getestet, wir konnten also ein gutes Set-up finden. Aber wir kamen hierher nach Baku und er kannte die Strecke nicht, und er hat sich sofort recht gut damit vertraut gemacht."

Franz Tost

Teamchef Franz Tost erwartet in dieser Saison noch viel von Tsunoda

Foto: Motorsport Images

"Er ist von der siebten Position gestartet und als Siebter ins Ziel gekommen. Für mich war das eine wirklich fantastische Show von ihm, eine fantastische Leistung. Wir müssen an einigen Dingen arbeiten, das wissen wir, aber ich bin zuversichtlich, dass wir alles zusammen bekommen, denn er ist ein Supertalent", sagt Tost.

Über seinen Fortschritt meint Tsunoda selbst: "Ich fühle mich etwas wohler, aber ich habe immer noch Raum zum Lernen und muss mich mehr anpassen, ich fühle mich immer noch nicht ganz an das Auto angepasst. Also muss ich noch hart arbeiten."

Die nächste Strecke, den Circuit Paul Ricard, kennt der Japaner bereits. "Paul Ricard bin ich schon gefahren, also kann ich die Woche etwas ruhiger angehen. Ich werde einfach die gleiche Herangehensweise wie diese Woche verfolgen, mich so gut wie möglich in der Fabrik vorbereiten und wieder Punkte holen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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