"Totaler Blödsinn": Red Bull wehrt sich gegen Motorenvorwürfe
Die Spielchen und Vorwürfe abseits der Rennstrecke gehen weiter: Jetzt dreht sich zwischen Mercedes und Red Bull alles um den Motor
Kein Sommerfriede zwischen den großen WM-Rivalen Mercedes und Red Bull: Nach dem Grand Prix von Ungarn auf dem Hungaroring machen die beiden Teams weiterhin gegenseitig Vorwürfe, möglicherweise entgegen des Reglements zu tricksen. Nach den angeblichen "Flexiwings" stehen diesmal die Motoren im Mittelpunkt.
Den Stein ins Rollen brachte ein Artikel in der Fachpublikation 'auto motor und sport', der thematisiert, dass Red Bull jenen zum Teil eklatanten Leistungsvorteil, der zum Beispiel in Le Castellet und Spielberg auf den Geraden messbar war, möglicherweise wieder verloren haben könnte. Seit Silverstone, so heißt es, habe es den Anschein, als sei Mercedes wieder PS-Branchenführer.
Das ist insofern verwunderlich, als an der Motorenhardware nichts geändert wurde. "Wir haben das Gefühl, dass Honda einen Schritt rückwärts gemacht hat. Bei unserem Motor ist alles ausgereizt", zitiert 'auto motor und sport' aus dem Mercedes-Lager.
Wörtlich heißt es in dem Artikel: "Aus der Mercedes-Ecke ist zu hören, dass Honda über eine Direktive der FIA eingebremst worden sei. Angeblich gibt es schon seit vier Monaten Unstimmigkeiten darüber, wie die Japaner ihr Energiemanagement betreiben."
Ein Vorwurf, den Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko nicht auf sich sitzen lässt: "Das ist totaler Blödsinn. Es gab keine Einschränkungen, weder von der FIA noch von Honda selbst. Wir haben den Motor nicht zurückdrehen müssen", kontert er via 'F1-Insider.com'.
"Wir sind auch in Ungarn mit der gleichen Power gefahren wie zuvor. Im Gegensatz zu Mercedes: Die haben nicht nur am Auto Updates gebracht, sondern auch beim Motor. Das ist der Grund, warum sie auf der Geraden seit Silverstone wieder so schnell sind", glaubt der Österreicher.
Ob Honda nun schlechter oder Mercedes besser geworden ist: Tatsache ist, dass sich das Kräfteverhältnis in dieser Saison schon ein paar Mal verschoben hat. Zunächst hatte Mercedes Vorteile, weil Honda die für 2021 entwickelte Spezifikation aus Sicherheitsgründen nicht ausreizen wollte. Nach ein paar Renneinsätzen wuchs aber das Vertrauen, und Honda gab mehr Power frei.
Dann gelang Mercedes offenbar ein Konter, ebenfalls im Rahmen des technisch Erlaubten. Im Paddock wird gemunkelt, dass im Bereich der Kühlung ein neuer Trick gefunden wurde. Auch das macht den Motor erstmal nicht besser - ermöglicht aber, "dass sie mehr PS freischalten können", vermutet Marko.
Mit Bildmaterial von Motorsport Images.
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