Toto Wolff: Beim Hypersoft geht es nur um's Überleben

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Toto Wolff: Beim Hypersoft geht es nur um's Überleben
Autor: Norman Fischer
Co-Autor: James Newbold
15.03.2018, 07:03

Toto Wolff sieht im neuen Hypersoft nur einen Qualifying-Reifen, der die Piloten in den ersten Rennrunden in Probleme bringen könnte: "Man muss einfach überleben"

Toto Wolff, Mercedes AMG F1 Director of Motorsport
Valtteri Bottas, Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1, Toto Wolff
Kimi Raikkonen, Ferrari SF71H
Hypersoft 2018 Pirelli tyre detail of Nikita Mazepin, Sahara Force India VJM10
The new 2018 range of Pirelli F1 tyres, the pink Hypersoft tyre at the front
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W09

Mit der Einführung von zwei neuen Reifentypen hat Pirelli sein Slick-Kontingent auf sieben Mischungen erhöht. Besonders im Fokus steht der neue Hypersoft-Reifen, der noch weicher als der Ultrasoft-Pneu ist. In Barcelona haben die Teams zum ersten Mal richtig Hand an den neuen Reifen legen können, der für schnelle Rundenzeiten gut ist, aber auch schnell in die Knie geht

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff geht davon aus, dass der Hypersoft-Reifen nur ein Qualifying-Reifen sein wird. Wer dann aber im ersten Stint damit losfahren muss, der könnte schnell Probleme bekommen: "Man muss in den ersten Runden einfach durchhalten und überleben", sagt der Österreicher bei einem Sponsorenevent in Italien.

Probleme könnten damit vor allem die Teams bekommen, die nur knapp den Einzug in Q3 schaffen, denn Fahrer, die in Q1 oder Q2 ausscheiden, haben freie Reifenwahl. Topteams wie Mercedes oder Red Bull könnten hingegen auf Risiko gehen und sich mit einem härteren Reifen versuchen, für Q3 zu qualifizieren - denn wem das gelingt, der muss mit den in Q2 benutzten Reifen starten. Das könnte für die Topteams am Rennstart ein Vorteil sein.

Doch der Unterschied von Ultra- zu Hypersoft ist derzeit gewaltig - entgegen dem Trend bei den anderen Mischungen. "Die Schritte in Performance und Grip zwischen den Mischungen waren relativ gering. Zwischen Medium und Soft, Soft und Supersoft, Supersoft und Ultrasoft konnte man nur kleine Schritte von einem oder zwei Zehntelsekunden sehen - manchmal sogar gar keinen", sagt Wolff. "Besonders bei Williams gab es überhaupt keinen Schritt."

Mercedes hat bei den Testfahrten auf die Nutzung des Hypersofts verzichtet, weil dieser nur eine Runde halten würde, es bei den Tests aber um das Sammeln von Daten und das Verstehen von Set-ups gehen würde. "Der Hypersoft hat einfach nur noch einmal viel mehr Grip als der Ultrasoft. Er wird ein Qualifying-Reifen sein, und wir wollten uns lieber auf die Entwicklungsarbeit konzentrieren, als auf die Pace über eine Runde", so Wolff.

Erstmals eingeplant ist der Hypersoft für den Großen Preis von Kanada (10. Juni). Möglicherweise könnte der Reifen sein Debüt aber auch zwei Wochen davor in Monaco geben - dort steht die Zuteilung noch nicht fest.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams Mercedes
Urheber Norman Fischer
Artikelsorte News